Österreich, ein Paradies für "Superreiche":
Zahl der Millionäre ist trotz Krise gestiegen
- Privatvermögen wieder auf dem Stand vor 2008
- Plus 25 Prozent: Asien neues Mekka für Millionäre

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Krise? Welche Krise? Die weltweite Finanzkrise hat den Millionären in Österreich nur wenig geschadet. Ganz im Gegenteil, die Hautevolee der Alpenrepublik erhält reichlich Nachwuchs: Die Zahl der Dollarmillionäre stieg im vergangenen Jahr hierzulande nämlich um fast zehn Prozent von 35.582 auf 39.077. Die an heimischen Finanzmärkten veranlagten Werte (Aktien, Anleihen, Fonds) liegen mit 676 Mrd. Dollar (561 Mrd. Euro) außerdem deutlich über dem Stand von 2007. Auch die global am Kapitalmarkt veranlagten Privatvermögen liegen wieder auf Vorkrisenniveau.
Im Krisenjahr 2008 habe es nur einen Rückgang um 1,4 Prozent gegeben, während 2009 schon wieder ein Plus von acht Prozent verbucht wurde, schreibt "der Standard" unter Berufung auf eine Studie der Boston Consulting Group (BCG).
Relativ ungeschoren kamen die Österreicher durch das Jahr 2008, weil sie nur zehn Prozent ihres Vermögens in Aktien veranlagt hatten, während es weltweit 30 Prozent sind. Dafür kamen die Anleger in anderen Ländern 2009 auch wieder auf stärkere Gewinne. Europa blieb mit einem Vermögen von 37 Billionen Dollar reichste Region der Welt, knapp gefolgt von Nordamerika (35 Bill. Dollar).
Weltweit werden 11,2 Mio. Haushalte als "Dollarmillionäre" geführt. Besonders stark fiel der Anstieg mit 25 Prozent in Asien aus, in absoluten Zahlen stammen aber die meisten Millionäre weiterhin aus den USA, gefolgt von Japan, China und Großbritannien. Ein Promille aller Haushalte weltweit besitzt mehr als fünf Mio. Dollar. Dieses Tausendstel besitzt aber 21 Prozent des globalen Privatvermögens. In Japan und Europa verfügen Millionäre über gut ein Viertel aller Finanzwerte, im Nahen Osten, in Afrika und in Nordamerika halten sie mehr als die Hälfte, so "der Standard". (apa/red)

