Spanien schießt sich gegen Polen warm:
Titelkandidat spielt bei 6:0-Sieg groß auf
- Tore: Villa, Silva, Alonso, Fabregas, Torres und Pedro
- Iniesta wegen Muskelbeschwerden ausgewechselt

Titelkandidat Spanien hat sich für die Fußball-WM warm geschossen. Der Europameister fertigte bei seinem letzten WM-Test vor Südafrika am Dienstagabend in Murcia Polen 6:0 (2:0) ab. Torjäger David Villa (12. Minute), David Silva (14.), Xabi Alonso (51.), Cesc Fábregas (58.), Fernando Torres (76.) und Pedro (81.) machten im ausverkauften Estadio Nueva Condominia das halbe Dutzend voll.
Die nicht für die WM qualifizierten Polen waren acht Tage vor dem ersten Gruppenspiel der "selección" gegen die Schweiz kein echter Prüfstein. Stürmer-Star Torres gab etwa acht Wochen nach seiner Meniskusoperation sein Comeback. Nationaltrainer Vicente del Bosque brachte den 26 Jahre alten Angreifer des FC Liverpool in der 66. Minute für Villa. Torres bewies sofort, wie wertvoll er für das Team ist. Andrés Iniesta verließ wegen leichter Muskelbeschwerden in der 39. Minute sicherheitshalber den Platz. Der an den ersten beiden Toren maßgeblich beteiligte Mittelfeldspieler des FC Barcelona fehlte bis vor kurzem ebenfalls noch verletzt.
"Spanien sorgt für Schrecken"
Während die Beteiligten selbst vor überschäumender Euphorie warnte, überschlugen sich die spanischen Medien vor Begeisterung. "La Roja versetzt die Welt in Angst", titelte das Fachblatt "Marca" überschwänglich und "AS" urteilte: "Favorit aus gutem Grund". Spätestens seit diesem Kantersieg weiß die WM-Konkurrenz, was auf sie zukommt. "Spanien sorgt für Schrecken", schrieb die französische "L'Equipe". Die italienische "La Gazzetta dello Sport" urteilte: "Die rote Furie macht Angst".
Obwohl auch Teamchef Del Bosque vom Auftritt seiner Schützlinge äußerst angetan war, wies er darauf hin, dass das "bisher Geleistete für die Zukunft nicht zählt". Spanien müsse mit äußerster Vorsicht an die WM herangehen, denn "erst jetzt kommt das Schwierige". Torschütze Torres meinte nach der Vorstellung gegen die hoffnungslos überforderten Polen: "Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. Ich hoffe, dass das nicht zu exzessiver Euphorie führt."
(apa/red)


















