Die Torhüter werden ihn hassen: Flugkurve
des WM-Balls in Südafrika ist unberechenbar
- Extreme Flugverhalten erschwert Torleuten das Leben
- Spieler können Spielgerät gefinkelter anschneiden

Die Tormänner haben sich bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Südafrika negativ zum offiziellen WM-Ball "Jabulani" geäußert. Eine Studie der Universität Adelaide hat nun die Eindrücke der Schlussmänner bestätigt und den Ball als unberechenbar eingestuft.
Italiens Weltmeister Gianluigi Buffon sprach von "einer Schande", Spaniens Europameister Iker Casillas sieht im Ball einen "abgründigen Charakter", und Englands Goalie David James findet ihn einfach nur "schrecklich". Die australische Studie zum von adidas produzierten Ball kam nun zu folgendem Schluss: Die Spieler haben dank Jabulani viele Möglichkeiten, den Torhütern das Leben schwer zu machen. Der Ball kann sehr stark angeschnitten werden und gerät dadurch in eine schnelle Rotation. Das Resultat ist eine extreme Flugkurve.
Besonders bei Freistößen werde mancher Tormann ziemlich alt aussehen, prophezeite Professor Derek Leinweber. "Die Keeper sehen den Ball, wissen, wo er hinkommen müsste - und dann passiert etwas ganz anderes", erklärte der Wissenschafter und fügte schmunzelnd hinzu: "Wenn ein Torhüter einen Ball entwickeln müssten, wäre er aus Eisen und würde während des ganzen Spiels im Mittelkreis liegen."
(apa/red)


















