8.6.2010 17:12

Multimedia-Container im MQ lädt zu Afrika- Reise: Ausstellung über den WM-Kontinent

  • "Ke Nako Afrika"" im MQ betont unbekannte Seiten
  • Filme, Bücher, Geschichten & Facts von Kap zu Kap

Modeschöpferinnen im Senegal, Filmproduzenten in Burkina Faso, kritische Theaterarbeit in Südafrika: In einem Ausstellungscontainer im Haupthof des Wiener Museumsquartiers (MQ) lädt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (ADA) bis zum 11. Juli zu einer ungewöhnlichen Reise durch den afrikanischen Kontinent. "Ke Nako Afrika" nennt sich die Multimedia-Box in Anlehnung an den Slogan der Fußball-WM: "Es ist Zeit" bedeutet das auf Sotho - Zeit, Afrika auch einmal anders kennenzulernen.

"Fußball, das heißt zusammenspielen, das heißt Team sein - und das ist für das, was derzeit in Afrika passiert, ein gutes Motto", sagte Außenminister Michael Spindelegger (V) bei der Eröffnung. Auch der südafrikanische Botschafter, Xolisa Mfundiso Mabhongo, betonte, dass Afrika als Ganzes die WM nutzen wolle "um die guten Nachrichten zu verbreiten: Von einem Afrika, das nach Fortschritt und Frieden strebt und das bereit ist für das 21. Jahrhundert". Für die sechs afrikanischen Teams, die nach dem Anpfiff in drei Tagen um den WM-Titel spielen, drückten heute alle Beteiligten die Daumen.

Interaktiver Container
Als interaktiver Container angelegt, lädt die Ausstellung vor dem Leopold Museum zu einem raschen Blick oder zu längerem Lesen und Hören ein: An den Außenwänden sind Lautsprecher und ein Auswahlmenü mit Musik aus verschiedenen Himmelsrichtungen Afrikas angebracht, im kompakten Inneren liegt der Geschichtenreichtum in den dichten Bildschirmen. Auf einer großen Landkarte sind die Städte eingezeichnet, über die via Bildschirm noch viel mehr in Erfahrung zu bringen ist: Filme zeigen das kulturelle Geschehen in Addis Abeba, Dakar, Kampala, Kapstadt, Nairobi, Maputo, Ouagadougou und Tarrafal. Weiterführende Links fragen: "Wussten Sie schon, dass...?"

Mankell-Buch und Live-Acts
Kunstschaffen, Lifestyle, urbanes Flair sind die Themen, mit denen man vor allem die übliche MQ-Laufkundschaft anlocken will. Zu hören gibt es neben Musik auch Literatur mit passenden Fotostrecken am Bildschirm: Henning Mankells "Chronist der Winde" kommt zu Wort, aber auch afrikanische Autoren wie die Senegalesin Fatou Diome. An fünf Abenden gibt es im MQ-Hof außerdem Live-Acts: Konzerte von SenElektrikeri (16.6.), Tshila und Celia Mara (23.6.) sowie Otto Lechner und Windhund (28.6.), eine Tanz-Performance des Chandiru Mawa Duos (30.6.) und eine Akrobatik-Show am 7. Juli mit Vituko Matata.

(apa/red)

8.6.2010 17:12
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