Sonntag, 13. Juni 2010

Druck auf BP wächst ständig: Obama fordert
Schadenersatz & Lösungen für Öl-Desaster

  • Konzern müsse alles tun, um das Öl aufzufangen
  • Küstenwache stellt außerdem 48-Stunden-Ultimatum

US-Präsident Obama hat in einem Telefonat mit dem britischen Premierminister Cameron darauf bestanden, dass BP für die Folgen des Öldesasters im Golf von Mexiko aufkommt. Obama habe Cameron gesagt, dass der britische Konzern für die Aufräumarbeiten zahlen und "zehntausende" Schadenersatzansprüche begleichen müsse, sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung.

Zudem müsse BP alles tun, um das ausströmende Öl aufzufangen und das Leck abzudichten. Der US-Präsident habe in dem Gespräch aber auch klargemacht, dass sein Frust über BP nichts mit nationalen Gefühlen zu tun habe und er kein Interesse daran habe, den Marktwert des Konzerns zu untergraben, hieß es in einer von Camerons Büro veröffentlichten Stellungnahme. In dem 30-minütigen Telefongespräch sei zudem vereinbart worden, dass Cameron kommenden Monat zu seinem Antrittsbesuch nach Washington reisen werde.

USA erhöhen Druck auf BP
Unterdessen haben die USA den Druck auf BP weiter erhöht. Wie am Samstag bekanntwurde, forderte ein hochrangiger Vertreter der US-Küstenwache BP in einem auf den 11. Juni datierten Schreiben auf, innerhalb von 48 Stunden weitere Maßnahmen zum Auffangen des ausströmenden Öls aufzuzeigen. Die bisherigen Pläne BPs reichten nicht aus.

Auch der finanzielle Druck auf BP wächst weiter: Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge haben die US-Bundesstaaten ihre Entschädigungsforderungen mittlerweile erhöht. Einem Analysten zufolge rechnet der Konzern selbst bislang mit Gesamtkosten von drei bis sechs Milliarden Dollar für die Folgen des Öldesasters.
(apa/red)

13.6.2010 15:24
founder, 12. 06. '10 21:07
Extrem schwache Regierung 1999 in den USA
Der Schlüssel zur Katastrophe, die extrem schwache US-Regirung 1999. Der California Clean Air Act war gerade juristisch von fossilen Autokonzernen angegriffen worden.

Es wäre Zeit gewesen, daß Bill Clinton eine Rede an die Nation hällt, so bedeutsam wie John F. Kennedy mit dem Mondlandeprogramm.

Erneuerbare Energie und elektrische Mobilität um die USA stark und unabhängig zu machen. Wäre das passiert, gäbe es heute keine Ölpest, weil solche Hochrisikobohrungen einfach wegen der fallenden Nachfrage unrentabel gewesen wären.

Erinnern Sie sich mal, was 1999 Bill Clinton wirklich im TV verkündete

http://politik.pege.org/2009/schwache-regierung.htm