Druck auf BP wächst ständig: Obama fordert
Schadenersatz & Lösungen für Öl-Desaster
- Konzern müsse alles tun, um das Öl aufzufangen
- Küstenwache stellt außerdem 48-Stunden-Ultimatum
·Absaug-Kapazität wird fast verdoppelt
Neue Ausrüstung im Kampf gegen die Ölpest
·Ölpest viel schlimmer
als bisher gedacht
Bis zu 6,4 Mio. Liter Öl sprudeln täglich ins Meer
·Bereits 70 Personen
in Louisiana erkrankt
Ölpest: Skurrile Wette - BP-Aktie bricht weiter ein
·Ölpest: Präsident auf Suche nach Schuldigen
Obama will wissen, wen er "in Arsch treten" muss
·BP flattert die erste Rechnung ins Haus
Ölpest: US-Regierung fordert 69 Millionen Dollar
·Ein Ölkonzern ringt um sein Überleben
Öl-Fiasko in Louisiana kostet BP viele Milliarden

US-Präsident Obama hat in einem Telefonat mit dem britischen Premierminister Cameron darauf bestanden, dass BP für die Folgen des Öldesasters im Golf von Mexiko aufkommt. Obama habe Cameron gesagt, dass der britische Konzern für die Aufräumarbeiten zahlen und "zehntausende" Schadenersatzansprüche begleichen müsse, sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung.
Zudem müsse BP alles tun, um das ausströmende Öl aufzufangen und das Leck abzudichten. Der US-Präsident habe in dem Gespräch aber auch klargemacht, dass sein Frust über BP nichts mit nationalen Gefühlen zu tun habe und er kein Interesse daran habe, den Marktwert des Konzerns zu untergraben, hieß es in einer von Camerons Büro veröffentlichten Stellungnahme. In dem 30-minütigen Telefongespräch sei zudem vereinbart worden, dass Cameron kommenden Monat zu seinem Antrittsbesuch nach Washington reisen werde.
USA erhöhen Druck auf BP
Unterdessen haben die USA den Druck auf BP weiter erhöht. Wie am Samstag bekanntwurde, forderte ein hochrangiger Vertreter der US-Küstenwache BP in einem auf den 11. Juni datierten Schreiben auf, innerhalb von 48 Stunden weitere Maßnahmen zum Auffangen des ausströmenden Öls aufzuzeigen. Die bisherigen Pläne BPs reichten nicht aus.
Auch der finanzielle Druck auf BP wächst weiter: Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge haben die US-Bundesstaaten ihre Entschädigungsforderungen mittlerweile erhöht. Einem Analysten zufolge rechnet der Konzern selbst bislang mit Gesamtkosten von drei bis sechs Milliarden Dollar für die Folgen des Öldesasters.
(apa/red)
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