BP versprüht Optimismus bei Ölpest: Neue Absaugglocke und zweites Schiff im Einsatz
- Obama reist zu viertem Besuch in Katastrophenregion
- US-Regierung verschärft Regeln für Ölbohrungen

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Ölpest: BP ist am Golf von Mexiko gescheitert
Der Ölkonzern BP geht nach Angaben eines ranghohen Managers davon aus, das aus dem lecken Bohrloch im Golf von Mexiko austretende Öl in Kürze fast vollständig auffangen zu können. Bis Montag oder Dienstag kommender Woche solle nur noch ein "relatives Rinnsal" austreten, sagte BP-Chefingenieur Doug Suttles in Gulf Shores in Alabama.
Ein zweites Schiff solle den Kampf gegen die Ölpest beschleunigen. Zudem werde eine neue Absaugglocke das Leck besser verschließen und den Austritt von Öl reduzieren, kündigte Suttles an.
Vierter Besuch Obamas
Anfang kommender Woche wird auch US-Präsident Barack Obama zu seinem vierten Besuch in der Ölpest-Region erwartet. Er werde am kommenden Montag und Dienstag die Bundesstaaten Mississippi, Alabama und Florida besuchen, teilte das Weiße Haus am Dienstag mit. Nach Louisiana, das am schwersten von der Katastrophe betroffen ist, komme er diesmal nicht. Dort war er bei seinen ersten drei Reisen ins Krisengebiet.
Fast sieben Wochen nach ihrem Beginn bestimmt die Ölpest nunmehr einen großen Teil von Obamas Terminkalender. Er nehme täglich an Lagebesprechungen teil, hieß es. Außerdem gab er in den vergangenen Tagen mehrere lange Fernsehinterviews zu diesem Thema. Eine für diesen Monat geplante Reise nach Indonesien und Australien hatte er bereits abgesagt. Obama ist wegen der anhaltenden Ölkatastrophe unter Druck. Seit dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April, bei dem elf Arbeiter ums Leben kamen, traten bereits bis zu 189 Millionen Liter Öl ins Meer aus.
US-Regierung verschärft Regeln
Die US-Behörden haben die Vorschriften für Ölbohrungen vor der Küste verschärft. Jeder neue Bohreinsatz im Meer bedürfe der Abnahme durch einen Ingenieur, heißt es in einem neuen veröffentlichtem Regelwerk des Innenministeriums.
Verschärft wurden auch die Bestimmungen für die Verschalung und Zementierung des Bohrlochs. Es muss künftig von mindestens zwei Schutzschichten umgeben sein, der Abdichtkopf muss durch unabhängige Dritte geprüft werden. Bei der Ölplattform "Deepwater Horizon" des britischen Ölkonzerns, die am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken war, hatte der Abdichtkopf versagt.
(apa/red)
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