Dienstag, 8. Juni 2010

Kettenrauchendes Kleinkind auf Entzug:
Seine Spieltherapie zeigt nun erste Wirkung

  • Raucht "nur" noch 15 statt 40 Zigaretten pro Tag
  • Bub rauchte 1. Zigarette im Alter von 18 Monaten

Nach tagelangen vergeblichen Versuchen haben indonesische Experten offenbar die richtige Methode gefunden, um den zweijährigen Kettenraucher Ardi Rizal von seiner Nikotinsucht zu befreien: Mit Hilfe einer einfachen Spieltherapie sei es gelungen, den kleinen Buben von 40 auf inzwischen 15 Zigaretten pro Tag herunterzubringen, sagte der Chef der indonesischen Kinderschutzkommission Seto Mulyadi: "Wir beschäftigen ihn mit Spielen, dabei vergisst er das Rauchen."

Darüber hinaus versuchten die Experten, ihm das Rauchen mit drastischen Warnungen zu vermiesen. "Ardi singt gerne, deshalb sagen wir ihm, bei seinem derzeitigen Zigarettenkonsum wird er niemals Sänger werden können. Das funktioniert", berichtet Mulyadi weiter.

Ardi war durch ein Video auf dem Video-Portal YouTube bekanntgeworden, das den kleinen dicken Buben genüsslich rauchend zeigt. Der Bub von der indonesischen Insel Sumatra war nikotinabhängig geworden, nachdem sein Vater ihm im Alter von 18 Monaten zum ersten Mal eine Zigarette gegeben hatte. Der Fall hatte ein Schlaglicht auf die aggressive Werbung von Zigarettenherstellern in Indonesien und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern geworfen, die auch Kinder als potenzielle Konsumenten anspricht. Viele Menschen wissen dort nicht, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist.

(apa/red)

8.6.2010 11:06
Dougg, 09. 06. '10 00:25
Soll das nen Scherz sein?
Einfach nurnoch traurig...
keinauto, 08. 06. '10 11:53
Kettenrauchendes.....
Je früher man mit dem Rauchen anfängt umso mehr Profit für die Tabakindustrie. Das ist doch richtig, oder???
maierhofer____, 08. 06. '10 15:39
Re: Kettenrauchendes.....
Richtig, naja - eigentlich nicht. Der wird wohl mit 22 an Lungenkrebs sterben, egal ob er jetzt aufhört oder nicht.
Wenn der 1 Jahr 40 Zigaretten am Tag geraucht hat, sind die Schäden in seiner Lunge wahrschweinlich schon für den Körper unreperabel.