Ölpest stößt Obama sauer auf: Präsident
will den Verursachern "in den Arsch treten"
- Kritik: Regierung nicht entschlossen genug reagiert
- Ölteppich erreicht schon Küste von Florida und Texas
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Ölkatastrophe habe
"Marktwert geschmälert"

US-Präsident Barack Obama hat seiner Verärgerung über das Öldebakel im Golf von Mexiko mit drastischen Worten Luft gemacht. Er wolle wissen, wem er wegen des Desasters "in den Arsch treten" müsse, sagte Obama in einem Interview des Fernsehsenders NBC. Die Experten hätten darauf wohl die beste Antwort. "Aus diesem Grund reden wir mit diesen Leuten."
Obama steht in der Kritik, weil die Regierung nicht entschlossen genug auf die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko reagiert haben soll. Einer Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC zufolge sind 69 Prozent der Amerikaner der Meinung, dass die Regierung sich im Umgang mit der Ölpest "nicht so gut" oder gar "schlecht" geschlagen hat.
BP unter Druck
Auch auf BP wächst der politische Druck: Allein in dieser Woche muss der Konzern vor drei Ausschüssen des US-Kongresses seinen Umgang mit der Ölpest erläutern. BP gelingt es mittlerweile zwar, einen Teil des austretenden Öls abzusaugen. Ein kompletter Stopp dürfte jedoch frühestens im August gelingen.
Wieviel Öl derzeit noch aus dem Leck rinnt, schwankt nach offiziellen Schätzungen zwischen 16.00 und 3.400 Tonnen täglich. Bisher wurden rund 48.000 Tonnen Rohöl nach Angaben des britischen Öl-Unternehmens vor der amerikanischen Küste abgeschöpft.
Ölpest erreicht Florida und Texas
Die Behörden verstärkten unterdessen die Überwachung der Gewässer vor der Inselkette der Florida Keys und des Nationalparks Dry Tortugas, da sich das Öl im Uhrzeigersinn gen Osten auf den "Sonnenscheinstaat" zubewegt. Laut Medien wurden inzwischen aber auch im Westen, in Texas, tote Vögel gefunden, deren Gefieder von Öl verklebt ist.
(apa/red)
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