Kampf gegen Ölpest wird Monate dauern: Ende der Arbeiten erst im Herbst erwartet
- Bisher geschätzte 75 Millionen Liter Öl ausgetreten
- Kanada leiht den USA schwimmende Schutzbarrieren
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Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird sich nach Einschätzung der US-Küstenwache wahrscheinlich noch Monate hinziehen. Die Katastrophe könne erst ein Ende finden, wenn das Ölbohrloch auf dem Meeresgrund mit Schlamm und Zement abgedichtet sei, sagte Küstenwachenchef Allen, der die Hilfsmaßnahmen der Regierung leitet. "Das wird noch bis weit in den Herbst hinein dauern."
Die ganze Golf-Region befinde sich seit dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April in einem Belagerungszustand. Die Menschen hier seien wirtschaftlich und körperlich regelrecht Geiseln dieser Ölverschmutzung.
BP macht beim Kampf gegen die Ölpest nach eigener Darstellung aber Fortschritte: Nach der Installation einer Absaugglocke hofft der britische Energiekonzern, schon bald einen Großteil des austretenden Öls aufzufangen. Nach Schätzungen der US-Regierung strömen täglich 12.000 bis 19.000 Barrel ins Meer, bisher schätzungsweise 75 Millionen Liter. Für die Eindämmung der Ölpest hat BP bereits 1,25 Milliarden US-Dollar (1,05 Milliarden Euro) ausgegeben. Nicht in die Summe eingerechnet worden sind die zugesagten 360 Millionen US-Dollar für die Errichtung künstlicher Inseln vor der von der Umweltkatastrophe betroffenen Küste des US-Bundesstaates Louisiana.
Zur Bekämpfung der Ölpest hat Kanada den USA unterdessen schwimmende Barrieren mit einer Länge von drei Kilometern zur Verfügung gestellt. Wie die kanadische Regierung mitteilte, wurden die ersten Lieferungen am Sonntag auf den Weg gebracht. Die Barrieren entsprechen der Hälfte der in Kanada gelagerten Bestände und ergänzen bereits geleistete technische Unterstützung, insbesondere den Einsatz eines kanadischen Aufklärungsflugzeuges, das die Ausdehnung des Ölteppichs überwacht. Nach Angaben der US-Behörden wurden bisher rund 660 Kilometer Ölbarrieren eingesetzt.
(apa/red)
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