Peinliches Hoppala von Schwarzenegger:
Bei Gouverneurs-Vorwahl falsch abgestimmt
- Ex-Filmheld kreuzte zwei statt einen Kandidaten an
- Kollegin Whitman gewinnt Primary der Republikaner

Langsam, aber sicher neigt sich die Amtszeit des kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger dem Ende zu. Bis Jänner 2011 hat der gebürtige Österreicher und Ex-Filmheld noch die Zügel im bevölkerungsreichsten Bundesstaat der USA in der Hand. Danach ist Schluss. Da er bereits zwei Amtszeiten hinter sich hat, darf er bei den Gouverneurswahlen im November nämlich nicht mehr antreten. Bei der Stimmabgabe für die Vorwahl (Primary), bei der die Republikaner die frühere eBay-Chefin Meg Whitman als Spitzenkandidatin nominiert haben, ist ihm jetzt auch noch ein peinliches Hoppala passiert.
Vor versammelter Journalistenmeute kreuze Schwarzenegger auf seinem Stimmzettel nämlich irrtümlich zwei statt einen Kandidaten an. "Arnie bemerkte seinen Fauxpas allerdings erst, als die Wahlmaschine seinen Stimmzettel wieder als ungültig ausspuckte. Die Mitarbeiter im Wahllokal boten dem ungläubig blickenden Gouverneur daraufhin an, noch mal abzustimmen, berichtet das Internet-Portal Huffington Post. Das Video dazu gibt es hier zu sehen: Video-Link
Auf die Vorwahl hatte der falsch ausgefüllte Stimmzettel aber nur wenig Einfluss. Mit der früheren eBay-Chefin Meg Whitman, die bisher noch nie für ein politisches Amt kandidiert hat, nominierten die Republikaner erstmals eine Frau für den Gouverneursposten in Sacramento. Der Wahlkampf um die Vorwahl (Primary) war der teuerste in der Geschichte Kaliforniens: Whitman gab dafür mehr als 81 Millionen Dollar (68 Millionen Euro) aus, ihr innerparteilicher Rivale, der Unternehmer Steve Poizner, 25 Millionen Dollar. Die 53-jährige Milliardärin tritt gegen den Demokraten und früheren Gouverneur Jerry Brown an. Brown, der von 1975 bis 1983 Gouverneur von Kalifornien war, hatte keine Gegenkandidaten bei den Demokraten.
Komiker geht ins Rennen
Allerdings ist Brown nicht der einzige Mitstreiter im Rennen um das Gouverneursamt. Laut isländischen Medienberichten erwägt der vormalige Rockkonzertveranstalter und Filmproduzent Jonathan Taplin eine Kandidatur in dem Westküstenstaat. Taplin plant dabei die Nachahmung eines erfolgreichen Konzepts des isländischen Komikers Jon Gnarr. Dieser wurde mit seiner Parteienparodie "Besti Flokkurinn" (Beste Partei) vorvergangene Woche zum Bürgermeister der Hauptstadt Reykjavik gewählt. Taplin bezeichnete Gnarrs Konzept in einem Zeitungsinterview als "interessanten Ansatz".
"In den USA und in Island gibt es eine Reihe gleichartiger Probleme. Wir haben ein paar wenige bestimmende Parteien, die immer über die gleichen Dinge reden und dabei nichts weiter bringen", sagte Taplin gegenüber der Gratiszeitung "Frettabladid". Gnarr gewann die Gemeinderatswahl in der isländischen Hauptstadt am 29. Mai mit einer Mischung aus ernsthafter Gesellschaftskritik und spitzen Blödeleien. All das bleibt Mister Schwarzenegger erspart.
(apa/red)
