Limonade und Chips für den Gazastreifen:
Israel lockert Blockade für Lebensmittel
- Wieder erlaubt: Gewürze, Rasierschaum und Süßes
- Lieferungen seit Hamas-Machtübernahme verboten

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Israel hat die international scharf kritisierte Blockade des palästinensischen Gazastreifens ein wenig gelockert. Die israelische Regierung habe beschlossen, eine Reihe bisher verbotener Lebensmittellieferungen wieder zuzulassen, teilte der palästinensische Verbindungsoffizier Raed Fattouh mit. Limonade, Saft, Gewürze, Rasierschaum, Chips, Kekse und andere Süßigkeiten dürften künftig wieder in den Gazastreifen gebracht werden. Die ersten Lieferungen seien bereits eingetroffen.
Israel hatte nach der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen 2007 die Lieferung kommerzieller Güter in das Küstengebiet weitgehend unterbunden. Seither waren nur Hilfstransporte mit israelischer Genehmigung möglich. Zum Teil wurden mit den Hilfstransporten der Vereinten Nationen nach israelischer Darstellung auch kleinere Mengen an Handelsgütern über die Grenze gelassen. Anfang Mai genehmigte Israel erstmals eine rein kommerzielle Lieferung von Schuhen und Kleidungsstücken in den Gazastreifen.
Wirft man einen Blick auf die Liste der erlaubten und verbotenen Produkte, die in den Gaza-Streifen eingeführt werden dürfen, kommt man etwas ins Grübeln: So dürfen etwa Margarine, Pasta oder Bohnen problemlos nach Gaza eingeführt werden. Die Einfuhr von Frischfleisch, getrockneten Früchten, Essig oder Ingwer ist hingegen verboten. In der Liste, die unter diesem Link zu finden ist, sind die jüngsten Lockerungen allerdings noch nicht berücksichtigt.
Von israelischer Seite hieß es, die Lockerung habe nichts mit der international heftig kritisierten Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte in internationalen Gewässern zu tun, bei der Anfang vergangener Woche neun pro-palästinensische türkische Aktivisten von israelischen Soldaten getötet wurden. (apa/red)
