Die Grünen und ihr politischer Stillstand:
Chefin Glawischnig gesteht Stagnation ein
- Partei mit Verlusten bei den letzten sechs Wahlen
- Chaos um grüne Spitze in der Wiener Josefstadt

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Landespartei widerspricht
damit der Bundeslinie
Grünen-Chefin Glawischnig gesteht Probleme in der eigenen Partei ein, eine Krise will sie aber nicht erkennen. Auf die schlechten Wahlergebnisse angesprochen - die Grünen verlorenen zuletzt im Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Tirol, Salzburg und bei der Nationalratswahl - meinte Glawischnig: "Ja ok, wir stagnieren. Aber wir werden weiterkämpfen."
Auch die internen Kämpfe in der Wiener Landesgruppe tat sie als "Negativ-Klischees" ab, die von den Medien herbeigeschrieben werden. Dort, genauer gesagt in der Josefstadt, wird der grüne Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian als Spitzenkandidat für die Wien-Wahl im Herbst nicht mehr zur Verfügung stehen. Rahdjian (74) unterlag bei der Listenerstellung durch die Mitglieder der Bezirksgruppe seinem Gegenkandidaten, dem 47-jährigen Alexander Spritzendorfer.
Spritzendorfer wird somit Spitzenkandidat für die Josefstädter Grünen sein, teilte die Partei in einer Aussendung mit. Rahdjian wird - nach derzeitigem Stand - bis zur Wahl allerdings weiterhin Bezirksvorsteher bleiben, so ein Sprecher.
Knapp 60 Prozent stimmten für Spritzendorfer, so der Sprecher. Rahdjians bisherige Stellvertreterin Doris Müller, mit der er sich im Vorfeld der Listenwahl einen Machtkampf lieferte, landete auf Platz 2. Der grüne Bezirksvorsteher hatte im Vorfeld der Listenwahl damit gedroht, in der Josefstadt nicht mehr als Spitzenkandidat antreten zu wollen, sollte Müller erneut auf die zweite Stelle gewählt werden. Er warf seiner Vize vor, ihn bekämpft und an seinem Sessel gesägt zu haben und warnte vor dem Verlust der Vorherrschaft in der tendenziell bürgerlichen Josefstadt.
(apa/red)
