Zwei Todesopfer nach heftigen Unwettern:
Autofahrerin in Steiermark von Flut erfasst
- Oberösterreich: Schüler ertrinkt in reißender Krems
- Zahlreiche Keller überflutet und Häuser beschädigt

·BILDER: Österreich
steht unter Wasser!
Straßen überschwemmt, Feuerwehr im Großeinsatz
·Der Sommer legt
eine kurze Pause ein
Regen in der kommenden
Woche dominierend
·So wird das Wetter!
Immer top-aktuell: Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
Erneut haben in Teilen Österreichs Unwetter gewütet und das mit tödlichen Folgen: In Neuhofen in Oberösterreich ist ein 15-jähriger Schüler im reißenden Kremsfluss ertrunken. Starkregen und Gewitter hielten die Feuerwehren in Oberösterreich auf Trab, sie mussten rund 120 Mal ausrücken. Hunderte Mann standen im Einsatz. Auch in der Stiermark gibt es ein Todesopfer zu beklagen.
Robert F. sprang mit einem Freund zusammen in den Hochwasser führenden Fluss, wie österreichische Tageszeitungen berichteten. Die beiden wurden von einer Wasserwalze erfasst und in die Tiefe gezogen. Während sich sein Freund mit letzter Kraft ans Ufer retten konnte, ertrank der 15-Jährige in den Fluten.
Feuerwehr im Großeinsatz
Die Unwetter richteten in weiten Teilen Österreichs großen Schaden an: Allein zwischen 17.30 und 20.00 Uhr gingen am Sonntag bei der oberösterreichischen Feuerwehr 113 Notrufe ein. Beinahe alle Einsätze waren unwetterbedingt. Großteils mussten Keller ausgepumpt, Straßen gesäubert und beschädigte Dächer abgedichtet werden. Die räumlichen Schwerpunkte lagen in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land, im Linzer Umland sowie im Mühlviertel.
In Kremsmünster (Bezirk Kirchdorf) wurde ein Haus bereits zum dritten Mal in diesem Jahr durch eine oberhalb gelegene Wiese vermurt. Am Sonntagabend war das Ausmaß der Zerstörung aber noch größer als bei den beiden ersten Malen. Weil diesmal mehr Wasser und Schlamm abgingen, wurden auch noch weiter unten liegende Gärten verwüstet.
Tote auch in der Steiermark
Durch eine Sturzflut nach einem heftigen Unwetter im steirischen Wechselgebiet ist eine Frau in ihrem Auto überrascht und getötet worden, wie seitens der Einsatzorganisationen mitgeteilt wurde. Die etwa 60 Jahre alte Frau, die laut dem Pkw-Kennzeichen aus dem Bezirk Wiener Neustadt Umgebung kommen dürfte, konnte nur noch tot geborgen werden. Sie war von den Wassermassen auf einem Park&Ride-Platz an der Südautobahn (A2) überrascht worden.
Auch die A2-Autobahnabfahrt Pinggau-Friedberg war nicht benutzbar. An der Auffahrt zur A2 in Schäffernsteg (Bezirk Hartberg), wo die Pinka, der Lafnitzbach und der Schäffernerbach aufeinandertreffen, ist es laut Exekutive zu massiven Überschwemmungen gekommen. Rund 20 Fahrzeuge wurden mitgerissen, ein Mann konnte sich nicht mehr rechtzeitig aus dem Auto befreien. Er starb laut Polizei in seinem Wagen.
Hangrutsch in Niederösterreich
Ein lokales Unwetter hat am Montag in den Mittagsstunden auch die niederösterreichische Gemeinde Zöbern (Bezirk Neunkirchen) im Wechsel-Gebiet getroffen. Der Zöbernbach sei binnen 45 Minuten um etwa 2,5 Meter angestiegen und habe massive Überschwemmungen verursacht, berichtete die Feuerwehr. Darüber hinaus sorgte ein Hangrutsch für die Gefährdung von Gebäuden. Der Hangrutsch habe eine Garage zum Einsturz gebracht, hieß es. Weitere Gebäude seien in Gefahr.
In Salzburg ging auf die Felbertauernstraße im Gemeindegebiet von Mittersill (Pinzgau) am Sonntagabend eine Mure nieder, wodurch die Fahrbahn leicht verschüttet wurde. Der untere Schrottgraben wurde aufgrund der starken Regenfälle zu einem Wildbach. Verletzt wurde niemand. Die Felbertauernstraße war für zwei Stunden nur erschwert passierbar, teilte die Polizei mit.
(apa/red)
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