Grazer Lehrer jetzt doch wieder verhaftet: Nach Mordprozess ohne Urteil frei gelassen
- Staatsanwältin legte nach Entlassung Beschwerde ein
- Pädagoge soll 2003 eine Pensionistin erstochen haben

·Grazer Lehrer wurde aus Haft entlassen
Richter: Mordprozess muss wiederholt werden
·Prozess gegen Lehrer
endet ohne ein Urteil
Graz: Mordprozess
muss wiederholt werden
·Grazer Lehrer weist jede Schuld von sich
Mordprozess: Erste Zeugen zu Fall befragt
Ein Grazer Lehrer, der im Verdacht steht, 2003 einen Pensionisten durch zahlreiche Messerstiche getötet zu haben, ist erneut in Haft genommen worden, berichteten steirische Medien. Er war im Mai von Geschworenen für schuldig befunden, die Berufsrichter nahmen die Entscheidung aber nicht an. Das Urteil wurde ausgesetzt, der Pädagoge eine Woche später enthaftet.
Nachdem die drei Berufsrichter der Meinung waren, ein Schuldspruch sei eine Fehlentscheidung der Laienrichter, stellte Verteidiger Gerald Ruhri sofort einen Enthaftungsantrag. Die Vorsitzende des Geschwornensenats, Michaela Lapanje, entschied daraufhin, dass der Lehrer nicht im Gefängnis auf die Wiederholung seines Prozesses warten muss. Er wurde am 28. Mai aus der Haft entlassen.
Noch kein Prozesstermin
Die Staatsanwältin legte gegen diese Entscheidung sofort Beschwerde ein und bekam nun vom Oberlandesgericht recht. Der Grazer wurde erneut verhaftet. Ein Prozesstermin steht derzeit noch nicht fest.
(apa/red)
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