Schwitzen bei der ersten Hitzewelle des Jahres: Thermometer klettert auf 35,4 Grad
- Juni-Stationsrekord wird damit knapp übertroffen
- Höhepunkt der Hitzewelle ist am heutigen Freitag

Die erste Hitzewelle des Jahres hat Bad Goisern (Oberösterreich) mit 35,4 Grad am Donnerstag den bisherigen Höchstwert beschehrt. Damit wurde der Juni-Stationsrekord aus dem Jahr 1980 (35 Grad) laut Klimatologen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) knapp übertroffen. In Lofer (Salzburg), Bad Aussee (OÖ) oder Aigen/Ennstal (Steiermark), kletterte das Quecksilber auf rund 33 Grad, die bisherigen Junirekorde wurden dadurch nur knapp verfehlt. Am Freitag erreichte die Hitzewelle laut ZAMG Meteorologen mit Maxima bis zu 36 Grad ihren Höhepunkt.
Die höchsten Werte werden im Grazer Becken, Burgenland und im südlichen Wiener Becken erwartet. Punktuell können neue Junirekorde erreicht werden, für einen neuen österreichweiten Junihöchstwert dürfte es aber nicht reichen. Dieser geht auf den 22. Juni 2000 mit 37,2 Grad in Langenlebarn (NÖ) und Lutzmannsburg (B) zurück.
Heute sind im Osten und Südosten abermals Temperaturen von bis zu 35 Grad möglich, während es im Westen mit 26 Grad deutlich kühler bleibt. Im Laufe des Nachmittags muss vor allem im Westen und Norden mit teils heftigen Gewittern gerechnet werden. Am Sonntag präsentiert sich das Wetter verbreitet unbeständig, länger sonnig ist es dann nur mehr im Südosten. Die nächste Woche beginnt sommerlich, aber unbeständig.
Die kräftige Südströmung sorgt nicht nur für Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke, sondern bringt seit Donnerstag auch jede Menge Saharastaub in den Alpenraum. Der feine Wüstensand wird am Rand der Sahara aufgewirbelt und überquert zügig das Mittelmeer. Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen des Saharastaubs im Hochgebirge. Die Fernsicht ist trotz trockener Luft schlecht und selbst nahe gelegene Berge verschwinden hinter einem grau-weißen Schleier. Am 3.106 Meter hoch gelegenen Sonnblick-Observatorium verfolgt ZAMG-Beobachter Friedl Wallner die Folgen: "Der Schnee, der letzte Woche bei uns heroben gefallen ist, ist inzwischen schon leicht bräunlich".
Orte mit den Höchstwerten am 10. Juni 2010:
BAD GOISERN 35.4
WEYER 34.3
GOLLING 34
ABTENAU 33.9
BAD AUSSEE 33.7
SALZBURG-FREISAAL 33.7
MOOSLANDL 33.5
WAIDHOFEN/YBBS 33.5
BAD ISCHL 33.5
SCHAERDING 33.5
LOFER 33.4
MATTIGHOFEN 33.3
ST.VEIT IM PONGAU 33.2
SALZBURG-FLUGHAFEN 33.1
AIGEN IM ENNSTAL 33
OSTERMIETHING 33
(apa/red)
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