Dienstag, 8. Juni 2010

"Was ist HIV, können Sie mir das zeigen?":
Mutter der kleinen Muriel stand vor Gericht

  • Beschuldigt, das Kind bei Geburt angesteckt zu haben
  • Bei der Einjährigen ist inzwischen Aids ausgebrochen

Eine 41-jährige Frau, die Ende vergangenen Jahres für Aufsehen gesorgt hat, weil sie ihr HIV-infiziertes Kind nicht behandeln lassen wollte, musste sich im Grazer Straflandesgericht verantworten. Ihr werden Körperverletzung mit Dauerfolge, vorsätzliche Gefährdung anderer Menschen mit übertragbaren Krankheiten sowie Verleumdung vorgeworfen. Ihr Mann, der zunächst als Beitragstäter angeklagt war, verstarb Mitte Mai.

Die Angeklagte bekannte sich nicht schuldig und leugnete auch sämtliche Tatsachen zu der Anklage. Diesmal nicht nur die Existenz von Aids - wie sie es als Anhängerin des "Wunderheilers" Ryke Geerd Hamer von Anfang an getan hatte - sondern auch alles, was rund um die Geburt ihrer Tochter vorgefallen war.

"Keine Medikamente verordnet"
"Sie haben die Medikamente, die Ihnen empfohlen wurden, während der Schwangerschaft nicht genommen?", fragte Richter Günter Sprinzel. "Mir ist nichts empfohlen worden", antwortete die Angeklagte. "Sie haben keinen Kaiserschnitt durchführen lassen, obwohl Ihnen dazu geraten wurde?" "Mir ist nicht zu einem Kaiserschnitt geraten worden." "Sie haben Ihrer Tochter nach der Geburt die verordneten Medikamente nicht gegeben?" "Meiner Tochter wurden keine Medikamente verordnet."

Einjährige lebt in Kinderdorf
Der Richter protokollierte alles, ohne nachzuhaken. "Meine Einstellung ist, dass ich gesund bin. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal krank war", sagte die Angeklagte. Dann fragte Staatsanwalt Manfred Kammerer, ob sie meine, dass ihre Tochter ein gesundes Kind sei. "Nein, sie ist in ihrer Entwicklung hinten, seit sie von mir getrennt ist. Ich mache mir ernsthafte Sorgen", meinte die Beschuldigte. "Zu Recht", so der Ankläger. Mittlerweile ist nämlich bei der einjährigen Muriel die Aids-Erkrankung ausgebrochen. Der Mutter wurde die Obsorge entzogen, die Kleine lebt nun in einem Kinderdorf. Auch die älteren drei Kinder wurden bei Pflegefamilien untergebracht.

Verhandlung vertagt
Angeklagt ist die Frau auch wegen Gefährdung anderer Personen, unter anderem, weil sie die Hebamme bei der Geburt des vierten Kindes nicht darüber informiert hatte, dass sie HIV-positiv ist. "Ich bin nicht HIV-positiv. Was ist HIV, können Sie mir das zeigen?", sagte sie zum Staatsanwalt, der meinte: "Dass es HIV gibt, ist genauso bekannt, wie dass es keinen 30. Februar gibt". Die Verhandlung wurde vertagt und soll frühestens in drei Monaten fortgesetzt werden.

(apa/red)

8.6.2010 14:16
founder, 09. 06. '10 06:49
Telekom Austria Tochter als Raubritter in Serbien
Wie dringent nötig diese EU-Regelung ist, zeigt mein Urlaub letztes Jahr an der Donau in Rumänien.

Die rumänischen Provider brav EU reguliert, doch leider war mein Handy einige male bei der serbischen Tochter der Telekom Austria. Siehe Rechnung:

http://notebook.pege.org/2009/ohne-eu.htm
keinauto, 08. 06. '10 12:05
Aids
Dieser "Wunderheiler" gehört aus dem Verkehr gezogen und zwar sofort!!
sidestep, 08. 06. '10 14:30
Re: Aids
Was heißt "aus dem Verkehr gezogen" und wenn Sie mir das erklärt haben, was fangen Sie mit diesem Menschen an, der von sich glaubt, er sei der einzige Mediziner auf dieser Welt der alles richtig macht. Wollen Sie ihn in die Psychatrie sperren so wie in Russland Regimgegner in einer solchen landeten. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich bin wie Sie der Meinung, dass man diesen Idioten Einhalt gebieten sollte aber wie?
Wien_1190, 09. 06. '10 13:53
Re: Aids
Man kann heute schwer sagen ob "Scharlatan" oder nicht - bzw wenn nur nach Scheitern der Behandlung -, denn es gibt schon so viele Alternativmediziner die schwere Krankheiten mit "irgentwelchen Kräutern" bzw "Mentaltherapie" behandeln und diese Behandlungen enden sogar erfolgreich!

Ich persönlich halte davon erst seit kurzem "etwas mehr" - meine Frau (Humanmedizinerin) ist vor kurzem ein bisschen in die "Alternativmedizinschiene" reingerutscht - und hat mich somit auch als "Versuchskaninchen" benutzt! ;) Ich bin dem ganzen äußerst skeptisch gegenüber gestanden - aber nachdem ich eine Lungenentzündung (bei der man normalerweiße Antibiotika nimmt) ohne diese überstanden hab - und es mir danach besser gegangen ist (als mit antibiotika) hab ich mir gedacht "ist eigentlich schon ein Wunder"
Wien_1190, 09. 06. '10 14:01
Re: Aids 2/2
allerdings ist das 1mal vorgekommen und könnte auch mit meinem guten Imunsystem zusammenhängen!


Nichts desto trotz sollte man in solche Schwerwiegenden Fällen die Meinung mehrer Fachleute einholen! - und AIDS ist so ne Sache, es ist eine bekannte Imunschwäche und somit MUSS!! es behandelt werden!

mfg