Talfahrt des Euro geht ungebremst weiter:
Krise treibt Kurs auf tiefsten Stand seit 2006
- Ein Euro war zeitweise nur 1,2110 US-Dollar wert
- Marktgerüchte setzen Währungsunsicherheiten fort

·Spanien behält Fitch-Rating für ein Jahr
"Kreditprofil wird sich etwas verschlechtern"
·EU-Finanzminister wollen härtere Strafen
Gipfeltreffen: Keine Gnade für Defizit-Sünder
·Deutsche stimmen
Euro-Rettungspaket zu
Nach Bundestag gibt auch
Bundesrat grünes Licht
Der Euro ist zeitweise auf 1,2110 Dollar und damit den tiefsten Stand seit April 2006 gefallen. Devisenhändlern zufolge lasteten weiter die Unsicherheiten über die Konjunkturentwicklung in Europa auf dem Euro. Als Auslöser für den Kursrutsch nannten Devisenhändler unbestätigte Marktgerüchte, denen zufolge auch die Bonitätsratings von Italien und Frankreich gesenkt werden könnten.
Zuletzt hatte eine Kreditrating-Abstufung von Spanien in der Vorwoche für fallende Euro-Kurse gesorgt. Die damit einsetzenden Verkäufe hätten eine Welle von automatischen Verkaufsaufträgen ausgelöst und den Euro damit weiter unter Druck gesetzt, berichteten Marktteilnehmer. Eine Stabilisierung des Euro sei derzeit noch nicht zu beobachten, hieß es am Markt.
Aus markttechnischer Sicht wird der Fall unter die Marke von 1,2140 Dollar von Händlern als deutlich negatives Signal gewertet. "Wenn wir heute unter diesem Niveau schließen, wäre das ein negatives Zeichen für die Zukunft", so ein Händler. Die nächsten wichtigen Punkte aus markttechnischer Sicht werden nun bei 1,2100 und 1,2000 Dollar erwartet. (apa/red)
