Deutschland vor WM-Auftakt gut in Schuss:
DFB-Elf gewinnt Test gegen Bosnien mit 3:1
- Schweinsteiger scort vom Elfmeterpunkt doppelt
- Klose schwach. Lahm-Traumtor leitet Erfolg ein

Kurz vor dem WM-Auftakt hat die deutsche Nationalmannschaft einen verdienten 3:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina gefeiert. Kapitän Philipp Lahm (50.) und Bastian Schweinsteiger mit zwei verwandelten Foulelfmetern (73./77.), machten in Frankfurt den Erfolg perfekt.
Nach der Führung der Bosnier durch Edin Dzeko (15.) zeigte die DFB-Elf die beeindruckende Reaktion. Ein Manko blieb lange Zeit die Schwäche im Abschluss. Obwohl Lukas Podolski und Mesut Özil mächtig wirbelten und ihre Mitspieler immer wieder in Schussposition brachten, sprang 50 Minuten lang nichts Zählbares heraus.
Podolski überzeugte dabei mit dynamischem Antritt, Özil sorgte mit seinen technischen Fähigkeiten ständig für Gefahr, hatte aber auch Schusspech. Ein Schatten seiner selbst war dagegen auch in seinem 96. Länderspiel Klose.
Nach Zuspiel von Özil hatte Podolski (9.) die frühe Führung auf dem Fuß, doch der knallharte Schuss des Kölners prallte von der Lattenunterkante ins Feld zurück. Dann war ausgerechnet Lahm entscheidend am 0:1 beteiligt, als er bei seiner Rettungsaktion im Strafraum Dzeko anschoss. Von der Brust des Bundesliga-Torschützenkönigs aus Wolfsburg senkte sich der Ball über Manuel Neuer hinweg ins deutsche Tor.
Lahm sorgt für die Wende
Danach drängte die deutsche Elf mit Macht auf den Ausgleich, ließ vor dem Tor aber wie schon zuletzt häufig Übersicht und Konzentration vermissen. Fünf Minuten nach Wiederbeginn brach Lahm den Bann. Der Kapitän schloss nach Vorarbeit von Podolski und Cacau ein Solo mit einem wuchtigen Schuss ins Kreuzeck ab.
Das vierte Länderspieltor des Münchners wirkte wie eine Erlösung. Bei einem Lattenschuss von Özil (52.) lag schon die Führung in der Luft, dann scheiterte der Bremer mit zwei Versuchen aus der Distanz (55./69.). Wenig später kam Marko Marin für Podolski und sorgte sofort für frischen Wind. Als Sanel Jahic den Dribbelkünstler aus Bremen nur durch ein Foul stoppen konnte, verwandelte Schweinsteiger den fälligen Strafstoß zum 2:1. Nur vier Minuten später war der Münchner erneut vom Punkt aus erfolgreich. Diesmal war Müller zu Fall gebracht worden.
(apa/red)


















