Freitag, 4. Juni 2010

Tennis-Erzfeinde liefern sich handfesten Wickel: Koubek "massierte" Köllerers Gurgel

  • Eklat beim Bundesliga-Spiel Gleisdorf vs. Straßburg
  • VIDEO: Beschimpfungen trieben Koubek zur Weißglut

Zu einem Eklat ist es im Spitzenspiel des Tennis-Bundesliga-Vergleichs zwischen dem TC Gleisdorf und UTC Straßburg gekommen. Nach einem verbalen Disput zwischen Stefan Koubek und Daniel Köllerer ging Koubek beim Stand von 4:6,3:2 beim Wechsel zur Spielerbank seines Gegners und griff ihm an den Hals, wobei die Bank nach hinten kippte.

Der Kärntner Koubek argumentierte, er sei mit einem derben Schimpfwort provoziert worden, doch der Schiedsrichter hatte nichts gehört. So wurde Koubek von Oberschiedsrichter Kurt Gogg disqualifiziert und darf auch in den weiteren Runden am Wochenende nicht mitwirken.

Köllerer hatte nach seinem Aufschlagverlust zum 1:3 postwendend das Rebreak zum 2:3 geschafft und dies lautstark bejubelt. In der Folge kam es zu einem Wortgefecht. "Ich habe mir noch gestern vorgenommen, dass ich mir in diesem Spiel nichts zuschulden kommen lasse. Ich habe in dieser Situation zu Stefan gesagt, er soll sich hinsetzen", sagte Straßburg-Spieler Köllerer.

"Hab ihm die Gurgel massiert"
Koubek erklärte hingegen, er sei von Köllerer mit einem derben Schimpfwort bedacht worden. "Er (Köllerer, Anm.) sagte: ‚Brauchst mi net reizen‘. Daraufhin wollte ich weiterspielen, aber er sagte ‚Setz dich hin‘, woraufhin ich ‚Du sagst mir nicht, was ich zu tun habe‘ gesagt hab und weiter Richtung Court gegangen bin. Dann hat er 'Du Wichser' gesagt und ich hab' ihm die Gurgel massiert. Vielleicht gehört so eine Aktion nicht auf den Platz, aber ich bin Manns genug, um mich nicht beschimpfen zu lassen - schon gar nicht von einem Herrn Köllerer", kommentierte Koubek den Vorfall laut tennisnet.com.

Nach dem Erstrunden-Aus in Paris hatte Köllerer-Manager Manfred Nareyka das Wort "burn-out" in den Mund genommen. "Davon hat man hier nichts gemerkt", meinte Koubek, in dessen langer Karriere es so einen Zwischenfall noch nicht gegeben hat. Der 33-jährige Kärntner hatte aber aus seiner Abneigung gegenüber dem Oberösterreicher nie ein Hehl gemacht.




(apa/red)

4.6.2010 13:41