Mittwoch, 2. Juni 2010

Ergebnis der Burgenland-Wahl ist endgültig:
Grüne & LBL schaffen Einzug in den Landtag

  • Haarscharf: Eine Stimme entschied für die Bürgerliste
  • Keine Veränderung bei SPÖ & ÖVP, FPÖ fällt zürück

Nach einem Herzschlag-Finale steht nun das Endergebnis der Landtagswahl im Burgenland fest. Laut dem von der Landeswahlbehörde veröffentlichten Resultat hat die Liste Burgenland mit 4,00 Prozent ein Mandat und damit auf Anhieb den Einzug in den Landtag geschafft. Hätte auch nur ein Wahlberechtigter sich für eine andere Partei entschieden, hätte die LBL nur 3,99978831... Prozent gemacht - und die Hürde für den Einzug in das Landesparlament damit verpasst. Die SPÖ erhielt 48,26 Prozent der Stimmen und verpasste mit 18 Mandaten die absolute Mehrheit.

Die Freiheitlichen, für die 8,98 Prozent stimmten, verfügen im neuen Landtag über drei Sitze. Die ÖVP mit 34,62 Prozent behält ihre 13 Mandate, die Grünen erhielten 4,15 Prozent und haben damit den Verbleib im Landtag mit einem Mandat geschafft.

Bei der Landtagswahl wurden einschließlich Briefwahlstimmen und Wahlkarten insgesamt 192.246 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag somit bei 77,30 Prozent und ist im Vergleich zum Urnengang 2005 (81,38 Prozent) um vier Prozentpunkte geringer. Sechs Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme per Briefwahl bzw. Wahlkarte ab.

Erleichterung bei Grünen und LBL
"Ein Wahnsinn, punktgenau gelandet", zeigte sich der Spitzenkandidat der Liste Burgenland (LBL), Manfred Kölly, erleichtert. "Für die Liste Burgenland ist es ein toller Erfolg." Die in den Raum gestellte Anfechtung der Wahl sei allerdings "noch nicht ganz vom Tisch".

Die Grünen sind "natürlich erleichtert, dass dieses Mandat gehalten hat", so Spitzenkandidat Michel Reimon. Mit dem Bekanntwerden des Endergebnisses sei nun auch offiziell, dass Reimon für die Grünen in den Landtag einzieht. "Ich werde die Verantwortung dafür übernehmen, dass wir uns neu aufstellen", so der Grünpolitiker.

Enttäuschung bei FPÖ
Die Freiheitlichen gaben sich ein wenig enttäuscht, da man noch gehofft habe, "dass das vierte Mandat doch noch zu uns wandert", so Landesparteisekretär Geza Molnar. "Es war eine sehr knappe Entscheidung."

Die ÖVP habe der Auszählung "sehr gelassen entgegen gesehen", hieß es aus dem Büro des Landeshauptmannstellvertreters Franz Steindl. Das habe daran gelegen, dass das 13. Mandat der Partei nicht gefährdet gewesen sei. (apa/red)

2.6.2010 20:02