Startschuss für die Triennale 1.0 in Linz: Zeitgenössiche Kunst made in Austria
- 114 Aussteller in Museen und im öffentlichen Raum
- Dreitägiges Fest und "Lange Nacht" zur Eröffnung

·Zwei Bilder von
Ernst Fuchs gestohlen
Wert wird auf mehr als 500.000 Euro geschätzt
·Zeichnung & Video
statt bunter Männchen
Keith Haring-Ausstellung
jenseits aller Klischees
Zeitgenössische Kunst aus Österreich hält diesen Sommer in Linz Einzug. Die "Triennale 1.0" präsentiert von 3. Juni bis 26. September Arbeiten von 114 Künstlern. Das gemeinsames Format von Kunstmuseum Lentos, OK Offenem Kulturhaus Oberösterreich und Landesgalerie soll künftig alle drei Jahre stattfinden.
Jedes der drei Häuser zeigt eine eigene Ausstellung, die in ihrer Gesamtheit das aktuelle Kunstgeschehen dokumentieren sollen. Einen Anspruch auf Vollständigkeit will man aber nicht erheben, im Zentrum der Schau stehen Experimente und nicht manifestierte Leitbilder. Zu den Ausstellungen in den Museen kommen noch Projekte und Performances im öffentlichen Raum.
Angebote zur Eröffnung
Der offizielle Startschuss für das dreitägige Eröffnungsfest fällt am 3. Juni. An diesem Tag kann man bis 21 Uhr durch Lentos und Landesgalerie und bis 22.00 Uhr durch das OK flanieren. Am Freitag folgen Runde Tische mit Künstlern, Kuratoren und Journalisten aus dem In- und Ausland und am Samstag schließt die "Lange Nacht der Bühnen" den Eröffnungsmarathon ab. Deutlich sichtbare Einladung zur Triennale ist der "Triumphbogen der Kunst" von Ursula Hübner auf den Hauptplatz.
Filmprogramm am Dach
Weil die Schau fast 150 Tage lang dauert, sei Dynamik sehr wichtig, wie OK-Leiter Martin Sturm betonte. Daher lädt das OK jeden Abend um 19.00 Uhr zur "Blauen Stunde" auf das Dach des Hauses, wo im Vorjahr das erfolgreiche Linz09-Projekt "Höhenrausch" zu erleben war. Im Zehn-Tage-Rhythmus wird der luftige Ort von Künstlern bespielt. Zudem gibt es dort ein von Crossing-Europe-Intendantin Christine Dollhofer kuratiertes Triennale-Filmprogramm zu sehen.
Jury vergibt 5.000-Euro an besten Aussteller
Der Entschluss zu dem Projekt sei vor eineinhalb Jahren gefallen, berichtete Lentos-Chefin Stella Rollig. Der Wahlspruch sei gewesen: "Wir wollen es wissen" - was ist Österreich derzeit an Kunst entsteht. Die bei der Triennale vertretenen Künstler seien zu einem hohen Prozentsatz nicht in Österreich geboren. Das zeige, dass das Land für Kulturschaffende ein beliebter Ort zum Leben und Arbeiten sei. Unter den Ausstellenden, die jünger als 35 Jahre sind, werden ein Ankauf durch die Kunstsammlung des Landes in der Höhe von 5.000 Euro sowie eine Einzelausstellung im Lentos vergeben. Die Vorauswahl trifft das Publikum am Eröffnungswochenende, dann entscheidet eine Fachjury.
(apa/red)

