"Unhaltbar und unmoralisch": UNO-General
Ban fordert Aufhebung der Gaza-Blockade
- Israel weiterhin mit internationaler Kritik konfrontiert
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UNO-Generalsekretär Ban hat Israel aufgefordert, die Blockade des Gazastreifens umgehend aufzuheben. Nach dem tödlichen Militäreinsatz der israelischen Marine gegen einen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für Gaza sagte Ban in New York, die Blockade sei "kontraproduktiv, unhaltbar und unmoralisch. Sie muss umgehend aufgehoben werden". Israel ließ inzwischen alle fast 700 Konvoi-Teilnehmer wieder frei.
Ban hob hervor, dass der umstrittene Kommandoeinsatz "Licht auf die Blockade des Gebiets wirft, die schon lange andauert." Israel sieht sich seit dem Einsatz in internationalen Gewässern, bei dem israelische Kommandos neun pro-palästinensische Aktivisten töteten, einem weltweiten Sturm der Entrüstung gegenüber. Lediglich die USA hielten sich in ihrer Kritik zurück, verlangten aber auch eine Aufklärung der Fakten und nannten die Lage im Gazastreifen "unhaltbar".
Auch der internationale Nahost-Beauftragte Blair forderte ein Ende der Gaza-Blockade. "Die Gaza-Politik Israels ist kontraproduktiv", sagte der ehemalige britische Premierminister. "Israel sollte Materiallieferungen zum Bau von Häusern, Kraftwerken und Wassersystemen erlauben, damit die Geschäfte dort wieder florieren."
Der israelische Premier Benjamin Netanyahu verteidigte dagegen den umstrittenen Militäreinsatz gegen die Hilfsflotte. Es sei darum gegangen, die Seeblockade aufrechtzuerhalten, die dafür sorge, dass keine Waffen für die islamistische Hamas in den Gazastreifen gelangen. Die internationale Kritik am Abfangmanöver nannte er heuchlerisch. Israel gibt an, seine Soldaten seien an Bord der Flottille, die Baumaterial und andere Hilfsgüter nach Gaza bringen wollte, geplant und massiv attackiert worden und hätten sich lediglich verteidigt.
(apa/red)
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