Deutsche Koalition hat sich entschieden:
Wulff soll neuer Bundespräsident werden
- Wahl am 30. Juni wohl nur mehr eine Formsache
- Wulff war zuletzt Ministerpräsident von Niedersachsen

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Am 30. Juni wird der neue
Bundespräsident gewählt
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Horst Köhler - erst vor einem Jahr wiedergewählt
Der Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen, Christian Wulff, soll neuer deutscher Bundespräsident werden. Die Regierungsparteien hätten sich auf die Kandidatur des 50-jährigen CDU-Politikers geeinigt, erklärte Bundeskanzlerin Merkel. CDU, CSU und FDP verfügen in der Bundesversammlung über eine komfortable Mehrheit, sodass die Wahl Wulffs am 30. Juni als sicher gilt.
Wulff hat die Stärkung des Zusammenhalts in der Gesellschaft als seine Hauptaufgabe im neuen Amt bezeichnet. Der 50-Jährige sagte, er wolle versuchen, die Menschen zusammenzuführen und Optimismus in der wirtschaftlich schwierigen Zeit zu verbreiten. "Diese große Aufgabe mit großer Verantwortung reizt mich, ich möchte sie gerne wahrnehmen", sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende. Er sei gerüstet für "die große Aufgabe mit großer Verantwortung". Er freue sich darauf.
SPD und Grüne treten mit dem früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als Gegenkandidat an. Die Linke will einen eigenen Kandidaten aufstellen. Der 50 Jahre alte Wulff soll dem am Montag überraschend zurückgetretenen Horst Köhler nachfolgen. Die zunächst als Favoritin der Koalition geltende Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ging leer aus. Sie halte Wulff für einen wunderbaren zukünftigen Bundespräsidenten, sagte Merkel.
Der zurückgetretene Horst Köhler wird am 15. Juni mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Der neue deutsche Bundespräsident wird am 30. Juni in der Bundesversammlung gewählt, die sich je zur Hälfte aus Vertretern des Bundestages und der Länder zusammensetzt.
(apa/red)
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