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Nach dem Tod von mindestens neun Aktivisten bei der Erstürmung der Gaza-Flotte hat die israelische Armee Fehler eingeräumt. "Es ist klar, dass die Ausrüstung zum Auseinandertreiben der Menge mangelhaft war", sagte der Chef der Streitkräfte, Gabi Ashkenazi, zu Journalisten in Jerusalem. An dem Vorfall beteiligte leitende Marine-Soldaten deuteten ein Versagen der Nachrichtendienste an.
Bei der Planung des Einsatzes sei ein solcher Widerstand der Aktivisten nicht erwartet worden, sagte ein ungenannter Leutnant dem Armeeradio. Das Ergebnis habe nicht den Erwartungen entsprochen. Dies sei jedoch hauptsächlich am Verhalten der Aktivisten gelegen. Nach israelischer Darstellung wurden die Soldaten beim Entern der Schiffe angegriffen, was mehrere Aktivisten allerdings bestritten.
Scharfe Kritik auch aus Israel
Wegen des Militäreinsatzes sind die Regierung und das Militär auch in Israel kritisiert worden: Israelische Zeitungen griffen die Verantwortlichen scharf an, in der Presse war von einem Fiasko und Schlamassel die Rede. Ein Kommentator forderte den Rücktritt von Verteidigungsminister Ehud Barak.
Die beim Militäreinsatz vorübergehend festgenommenen Aktivisten erhoben schwere Vorwürfe gegen Israel. Der frühere deutsche Bundestagsabgeordnete und Linkenpolitiker Norman Paech sprach nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Berlin von einem "Kriegsverbrechen". Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die Gewalt und forderte eine unparteiische Untersuchung
(apa/red)
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