Burgstaller fordert Diskussion über Uni-Aufnahmeverfahren: "Eine Zumutung"
- Falsches Studierenden- und Lehrenden-Verhältnis
- "Nicht mehr tolerierbare Ungleichbehandlung"
·Karl rückt nicht mehr
Geld für Unis heraus
Ministerin wünscht
sich Studiengebühren
·An den Unis lehrt künftig der Sparstift
Pläne des Ministeriums sehen Budgetkürzung vor
·Karl gehen bald die Gesprächspartner aus
Studenten ziehen sich aus
Hochschuldialog zurück
Für eine ernsthafte Diskussion über Aufnahmeverfahren in Massenfächern an den Universitäten spricht sich Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller aus. Das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden müsse wieder stimmen, so Burgstaller bei einer Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, in Salzburg. "Die Massenfächer sind eine Zumutung."
Sünkel forderte erneut eine Gleichbehandlung zwischen Universitäten sowie Pädagogischen Hochschulen (PH) und Fachhochschulen (FH). Es bestehe sowohl bei der Finanzierung als auch bei den Zugangsregelungen eine "nicht mehr tolerierbare Ungleichbehandlung", sagte Sünkel.
"Notfallsverordnung eine Schande"
Während FH und PH eine Finanzierung pro Studienplatz und fixe Kapazitäten bzw. Aufnahmeverfahren hätten, gebe es bei den Universitäten Globalbugets und keinen geregelten Zugang, kritisierte Sünkel. Die Universitäten könnten als höchste Bildungseinrichtung des Landes ihre Studierenden nicht bzw. nur mittels einer Notfallverordnung auswählen. "Die Notfallsverordnung ist eine Schande", meinte der Rektorenchef. Die Neuregelung des Uni-Zugangs sei ein Gebot der Stunde.
Rektoren müssen Überzeugungsarbeit leisten
In den kommenden Wochen wollen die Rektoren, die bei ihrem Treffen eine Resolution gegen das angekündigte Einfrieren der Universitätsbudgets überlegen, in der Bundesregierung Überzeugungsarbeit leisten, dass in Bildung und Forschung weiter investiert werde. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse man im Bildungsbereich antizyklisch agieren und dürfe nicht auf die Bremse treten, forderte Sünkel.
Unterstützung von Burgstaller
Unterstützung für ihre Forderungen erhalten die Rektoren von Burgstaller: Die angedrohte Kürzung der Uni-Budgets sei eine Katastrophe. Einfach Einsparungen anzukündigen, sei keine Lösung. Salzburg brauche weiterhin Investitionen in die Universität.
Für europaweite Lösung
Was den starken Andrang deutscher Studierender auf österreichische Universitäten betrifft, sprach sich Burgstaller für eine europaweite Lösung aus. Die Kosten für die Studienplätze sollten zwischen den Staaten gegeneinander aufgerechnet werden.
(apa/red)
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