Samstag, 5. Juni 2010

Gasexplosion in St. Pölten: Alle fünf Opfer waren laut Obduktionsbericht sofort tot

  • Über Identität der Opfer besteht "kein Zweifel mehr"
  • Maler unter Toten: Ausstellung seiner Werke geplant
    Plus: Lecke Gasleitung war Grund für großes Unglück

Die Obduktionen der Opfer der Gasexplosion am Spratzerner Kirchenweg in St. Pölten sind abgeschlossen. Die drei Frauen und zwei Männer waren demnach sofort tot. Die Gerichtsmediziner stellten als Todesursache "massive Einwirkungen durch den Einsturz des Hauses und die Explosion" fest, teilte Alfred Schüller vom Landeskriminalamt NÖ mit.

Die Identitäten der Opfer, über die "kein Zweifel" mehr besteht, sind nun auch großteils durch Untersuchungen bestätigt. Bei zwei Personen seien "aus Formalgründen" aber noch weitere Abklärungen nötig, so Schüller. Bei den Toten handelt es sich demnach wie vermutet um ein Ehepaar im Alter von 81 und 77 Jahren, deren Tochter (52) und ihren nigerianischen Lebensgefährten (53) sowie die 17-jährige Enkeltochter. Die Untersuchungen am Unglücksort sollen fortgesetzt werden.

Maler unter den Opfern
Bei dem 81-jährigen Mann handelte es sich um einen Maler. Seinen Werken ist ab Ende Juni eine Ausstellung in der Rathausgalerie gewidmet. Die Schau war ursprünglich als Rückblick anlässlich des 80. Geburtstags des Künstler im Vorjahr gedacht und wird laut Homepage des Stadtmuseums von 25. Juni bis 24. Juli zu sehen sein.

Erst Ende der 80er Jahre habe der Betroffene mit seiner künstlerischen Arbeit begonnen, seit dem habe er seine Werke in 35 Einzelausstellungen präsentiert, hieß es. Er bediente sich einer Reihe an Techniken - von Holz- und Linolschnitten über Radierungen, Aquarelle, Pastelle, Acrylbilder bis zu den verschiedensten Mischtechniken. Im Zentrum der aktuellen Ausstellung stehe seine Heimat, St. Pölten.

(apa/red)

5.6.2010 11:29