Freitag, 4. Juni 2010

Dauerregen hielt die Feuerwehren auf Trab:
Überflutungen und Muren in Westösterreich

  • Teile der Innenstadt von Schärding sind überflutet
  • Hochwasserlage in Ostösterreich bleibt angespannt

Der starke Dauerregen hat in vielen Teilen Österreichs zu zahlreichen Überschwemmungen und Vermurungen geführt. In vielen Bundesländern standen die Feuerwehren im Dauereinsatz. Muren und kleinräumige Überflutungen gab es im Land Salzburg und in der Obersteiermark, viel zu tun hatten die Einsatzkräfte auch in Tirol und Vorarlberg. In Oberösterreich gab es entlang der Donau Hochwasser-Vorwarnungen.

In Schärding in Oberösterreich waren durch den Starkregen und den Anstieg des Inn bereits Teile der Innenstadt überflutet. 40 Häuser waren betroffen. Der Inn stieg bis Mittag bis zu 70 Zentimeter pro Stunde. Auch für Steyr und Saxen (Bezirk Perg) wurde ein Hochwasser-Voralarm ausgerufen.

Die Hochwassersituation in Oberösterreich hat sich unterdessen allerdings wieder entspannt, die Niederschläge ließen in der Nacht stark nach. Die Wasserstände an Donau, Inn, Traun und Enns wiesen durchwegs fallende bis gleichbleibende Tendenz auf. Laut Hydrographischem Dienst des Landes war lediglich der Pegel der Donau in Grein (Bezirk Perg) noch leicht steigend. Im Lauf des Tages sollte sich die Situation weiter beruhigen.

Donau-Hochwasser in Krems
In fast allen an der Donau liegenden Bezirken Niederösterreichs galt weiterhin Hochwasseralarm. Nach der Wachau-Bundesstraße (B3) zwischen Emmersdorf bei Melk und Krems ist nun auch die B33 im Bereich Mautern (Bezirk Krems) gesperrt worden. Nach den anhaltenden Regenfällen hatte der Pegel in Kienstock gegen 8.00 Uhr laut Landeswarnzentrale 8,20 Meter erreicht. Aber auch in Niederösterreich ist eine Entspannung der Situation in Sicht.

In der Obersteiermark gab es infolge Starkregens für die Feuerwehren vor allem des Bezirks Liezen viele Einsätze. 15 Feuerwehren rückten mit 350 Kräften zu rund 50 Einsätzen aus, Keller mussten ausgepumpt und Muren beseitigt werden.

Land unter in Salzburg
Der Dauerregen führte im Bundesland Salzburg zu zahlreichen Überschwemmungen und Vermurungen. Rund 1.000 Florijanijünger von 65 Feuerwehren standen im Einsatz. Besonders betroffen waren die Gemeinden Oberndorf (Flachgau), Taxenbach (Pinzgau) und Leogang (Pinzgau), so die Feuerwehr.

Auch in Tirol hielt der Regen zahlreiche Feuerwehren in Atem. Am stärksten betroffen war der Bezirk Kitzbühel. Schadensmeldungen kamen auch aus den Bezirken Kufstein, Schwaz und Reutte. Iin Vorarlberg waren die nördlichen Regionen Vorarlbergs, etwa das untere Rheintal sowie der Bregenzerwald, betroffen.

Auch im Schienenverkehr kam es zu Einschränkungen. Auf der Westbahn war in Salzburg zwischen Lend und Bruck/Fusch die Strecke seit 4.50 Uhr bis vermutlich in die Abendstunden unterbrochen. Zwischen Bad Ischl und Bad Goisern in Oberösterreich konnten die Schienen seit 7.40 Uhr nicht mehr benutzt werden. Im Tiroler Außerferntal nahm ein Schienenersatzverkehr zwischen Reutte und Ehrwald/Zugspitzbahn den Betrieb auf. (apa/red)

4.6.2010 10:08