Donnerstag, 3. Juni 2010

Gasexplosion in St. Pöltener Wohnhaus:
Zwei Menschen tot aus Trümmern geborgen

  • Suche geht weiter: Drei Menschen noch vermisst
  • Überlebenschancen für Verschüttete immer geringer
    PLUS: BILDER von der Unglücksstelle in St. Pölten

Nach der verheerenden Gasexplosion in einem Wohnhaus in St. Pölten sind zumindest zwei Todesopfer zu beklagen. Bei den geborgenen Leichen handelt es sich um eine Frau und einen Mann. Ihre genaue Identität war zunächst ungeklärt. Drei Menschen werden noch vermisst. Ein Großaufgebot an Helfern suchten weitern in den Trümmern des teilweise eingestürzten Hauses.

Bürgermeister Matthias Stadler sagte, dass auch für die anderen Vermissten die Überlebenschancen immer geringer werden: "Ja es stimmt. Es ist natürlich so, dass mit fortschreitender Zeit die Wahrscheinlichkeit geringer wird." Stadler verwies auf die Wucht der Explosion und auf den Folgebrand, der am späten Nachmittag nach wie vor nicht völlig unter Kontrolle war.

Das Gebäude war gegen 8.00 Uhr in die Luft geflogen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich fünf Personen in dem Bau, vier davon gemeldet, eine weitere auf Besuch.

Vier Menschen verletzt
Aus den Nachbarhäuser wurden vier Menschen leicht verletzt evakuiert, zudem galt es 15 weitere Personen aus der Nachbarschaft in Sicherheit zu bringen. Für diese wurden bereits Hotelzimmer bzw. Wohnungen als Notunterkünfte organisiert, berichtete Bürgermeister Stadler. In den Nachbarhäusern wurden Fensterstöcke noch in 20 Metern Entfernung herausgerissen. Schwerste Schäden gab es auch an in der Nähe geparkten Autos.

Den ganzen Tag kämpften rund 500 Feuerwehrleute gegen einen Folgebrand. 200 Tonnen Schutt hatten die Einsatzkräfte großteils händisch weggeräumt, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. "Natürlich werden wir jeden Stein wegbringen, bis die letzte Vermisste gefunden ist", so Fahrafellner.

Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten leitete unterdessen formell Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung bzw. der fahrlässigen Gemeingefährdung ein. "Es ist so, dass Fremdverschulden in solchen Situationen nie auszuschließen ist", sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen beschränkten sich Schuller zufolge auf Umfelderhebungen und Befragungen von Zeugen.

(apa/red)

3.6.2010 21:10
mmeinung, 03. 06. '10 17:50
Stadtplan
Warum muß da noch der Stadtplan mit der genauen Örtlichkeit hineingestellt werden? Damit die Gaffer und Sensationsgeilen leichter hinfinden???
alpilili, 03. 06. '10 19:53
Re: Stadtplan
Es könnte ja auch sein, dass sich Menschen Sorgen machen und deshalb wissen wollen, welches Haus betroffen ist!