Keine Hinweise bei Prostituierten-Mord in NÖ: Ermittler tappen weiterhin im Dunkeln
- Nach Mordfall geht Angst unter Prostituierten um
- Landeskriminalamt hält Serientäter für möglich

Nach dem im Weinviertel entdeckten Mord an einer bulgarischen Prostituierten seien die Hinweise bis dato "spärlich", sagte Klaus Preining, leitender Beamter des Landeskriminalamts NÖ (LKA). Im Zusammenhang mit Spekulationen wegen ähnlicher ungeklärter Fälle meinte er: "Ein Serientäter ist möglich, wir gehen aber nicht zwingend davon aus."
Es gebe nach wie vor "keine entscheidenden Wahrnehmungen", erklärte Chefinspektor Leopold Etz. Die Ermittler würden selbstverständlich jeden noch so kleinen Hinweis "aufarbeiten". Der Straßenstrich sei "anonymer" geworden. Auch mit Hilfe des Fotos des Opfers, das Kolleginnen der 24-jährigen Petya Filkova gezeigt worden sei, habe sich vorerst nichts Entscheidendes ergeben.
Nackte Leiche
Die Bulgarin war am Sonntag in der Früh bei Hohenruppersdorf (Bezirk Gänserndorf) ermordet aufgefunden worden. Die Leiche war nackt und angezündet worden. Sowohl die Kleidung als auch die Handtasche des Opfers fehlen. Petya Filkova hatte seit zwei Jahren auf dem Straßenstrich auf der äußeren Mariahilfer Straße nahe dem Westbahnhof in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus ihr Geld verdient. Dort dürfte sie am Freitagabend auch in das Auto ihres späteren Mörders gestiegen sein. Diesbezügliche Wahrnehmungen gibt es jedoch nicht.
Das Verbrechen dürfte sich noch in der Nacht auf Samstag ereignet haben. Die 24-Jährige wurde laut Obduktion erschlagen. Ihre unbekleidete Leiche wurde vermutlich in der Nacht auf Sonntag auf einem Güterweg nächst der L15 zwischen Hohenruppersdorf und Niedersulz im Weinviertel abgelegt.
Parallelen zu Fall aus 2007
Die Gewalttat an der Bulgarin weist Parallelen zum knapp drei Jahre zurückliegenden Verbrechen an der damals 23-jährigen Prostituierten Katerina Vavrova auf, die am 6. August 2007 aufgefunden wurde. Die Leiche der auf dem Straßenstrich im Prater tätig gewesenen Tschechin war ebenfalls nackt abgelegt und angezündet worden. Der Auffindungsort befand sich in Asparn a.d. Zaya (Bezirk Mistelbach) - nur rund 25 Kilometer von Hohenruppersdorf entfernt.
Hinweise erbeten
Die Fahnder ersuchten weiterhin um Informationen, wer die Bulgarin am späteren Freitagabend noch gesehen hat und ab diesem Zeitpunkt über den weiteren Verbleib der Frau Angaben machen kann. Hinweise sind an das Landeskriminalamt unter Tel.: 059133/30-3333 oder an jede Sicherheitsdienststelle erbeten.
(apa/red)
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