Mittwoch, 26. Mai 2010

Banken sollen ihre Pleiten selbst zahlen:
EU-Kommission kündigt Rettungsfonds an

  • Bankenrettung "für Steuerzahler nicht akzeptabel"
  • Institute sollen Fonds für Krisenfälle selbst finanzieren

Die EU-Kommission hat ihren Plan für ein EU-weites Netz von Bankenrettungsfonds vorgestellt. "Es ist nicht akzeptabel, dass die Steuerzahler weiter die enormen Kosten von Bankenrettungen tragen", betonte Binnenmarktkommissar Michel Barnier in Brüssel. Nach den Plänen der EU-Kommission soll die EU ihren Vorschlag für einen Bankenrettungsfonds beim nächsten G-20-Gipfel Ende Juni in Toronto erläutern.

Die Fonds sollen nach Angaben der EU-Kommission als Teil eines Gesamtrahmens dazu beitragen, Finanzkrisen zu verhindern und das Finanzsystem zu stärken. Demnach sollten die EU-Staaten verpflichtet werden, nach EU-Bestimmungen Fonds einzurichten, die von den Banken finanziert werden müssen. "Die Fonds sollen nicht zur Sanierung oder zum vollständigen Auffangen von Banken genutzt werden, sondern ausschließlich dazu dienen, beim Ausfall einer Bank ein geordnetes Vorgehen zu gewährleisten und eine Destabilisierung des Finanzsystems zu vermeiden", teilte die Kommission mit.

"Wir müssen ein System einrichten, das sicherstellt, dass der Finanzsektor die Kosten von Bankenkrisen künftig selbst trägt", betonte Barnier. "Die Banken sollten daher in Fonds einzahlen, um ein geordnetes Vorgehen bei Bankausfällen sicherzustellen, die Finanzmarktstabilität zu schützen und die Ansteckungsgefahr zu verringern. Die Fonds sollen jedoch nicht dazu verwendet werden, Banken zu sanieren. Europa muss bei der Entwicklung gemeinsamer Vorgehensweisen eine Führungsrolle übernehmen und sollte ein System erarbeiten, das auch in anderen Teilen der Welt angewandt werden könnte." (apa/red)

26.5.2010 13:20
brabus, 26. 05. '10 18:33
Rettungsfonds
Das ist das Mindeste, was die Banken machen müssen, und sobald diese Fonds errichtet sind, muss dem Steuerzahler jenes Geld rückerstattet werden, welches in diese Fässer ohne Boden gepumpt wurde. Weiters müssen Banken, die ja keinen Selbstzweck haben sondern nur Mittel zum Zweck sind von der Börse genommen werden, um keinem Einfluß von Spekulaten unterworfen zu sein. Eine Bank muss zu den einfachen Grundprinzipien zurück: das Geld der Anleger und Sparer 'arbeiten lassen', indem es an andere verborgt wird, dafür erhält der Sparer Habenzinsen, der Kreditnehmer zahlt Sollzinsen und die Bank deckt ihre Kosten (inklusive der exorbitanten Managergehälter die keine Grundlage haben) aus der Differenz. Keine shareholders, keine unnötigen Risiken für Anleger und Sparer und ein Gegengewicht zur Börse
ichkakmirindiehos, 26. 05. '10 16:01
Sehr gute Idee, nur um 3 Jahre zu spät.
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muatal, 26. 05. '10 18:34
Re: Sehr gute Idee, nur um 3 Jahre zu spät.
3 jahre, es kriselt doch schon seit der jahrhundertwende