Anti-Korruptionskampagne angelaufen: Griechenland versucht massiv aufzuräumen
- 20 Direktoren der Steuerbehörden werden entfernt
- 50 Untersuchungen gegen Steuer- und Zollbeamte

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Das hochverschuldete Griechenland hat am Dienstag mit einer groß angelegten Anti-Korruptionskampagne begonnen. 20 Direktoren der Steuerbehörden vornehmlich in Athen und Thessaloniki sollen entfernt werden, da sie die "finanzpolitischen Vorgaben" nicht erreicht hätten, teilte das Finanzministerium mit.
Zudem seien rund 50 Untersuchungen gegen Steuer- und Zollbeamte eingeleitet worden, 70 weitere Beamte seien versetzt worden, damit die Behörden künftig besser funktionierten. Von über 230 Angestellten sollen außerdem die Einkommenserklärungen und Vermögen untersucht werden, hieß es weiter.
Die Regierung hat wegen der drohenden Staatspleite ein beispielloses Sparprogramm im Umfang von 30 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Gehälter und Renten werden gekürzt, Steuern erhöht und die Korruption soll bekämpft werden. Im Gegenzug erhält Griechenland in den kommenden drei Jahren von der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Notkredite in Höhe von 110 Milliarden Euro.
(apa/red)
