Dienstag, 25. Mai 2010

Hundstorfer spart bei Kursen des AMS: Bald 100 Mio. Euro weniger für Jobvermittlungen

  • Schulungen gekürzt, mehr Geld für Eingliederung
  • Sozialminister will Generation Praktikum unterstützen

Sozial- und Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer will künftig bei der AMS-Kursen sparen. Das Budget des Arbeitsmarktservice werde um knapp 100 Mio. Euro schrumpfen. Kürzungen werde es bei den Schulungen geben, dafür werde es zu einer Verlagerung in Richtung Eingliederungsbeihilfen kommen, sagte der Minister vor Journalisten.

Derzeit sitzen rund 70.000 Arbeitslose in einer AMS-Schulung. Diese sollen nun evaluiert und die Kurskosten überprüft werden. Auch dass jemand dreimal den Kurs "Wie bewerbe ich mich richtig" besucht, dürfe es künftig nicht mehr geben. Dass es durch die Kürzungen bei den Schulungen zu steigenden Arbeitslosenzahlen kommen werde, glaubt Hundstorfer nicht. Denn einerseits würden Eingliederungsbeihilfen besser wirken, andererseits habe sich der Arbeitsmarkt besser entwickelt als ursprünglich angenommen.

Insgesamt gebe es am Arbeitsmarkt "gewisse Entspannungssignale". So habe es Ende April bereits in drei Bundesländern rückläufige Arbeitslosenzahlen gegeben. Und das werde voraussichtlich auch im Mai so bleiben. Eine echte Entspannung sei das aber noch keine, so der Minister. Denn in der Industrie seien 8 bis 10 Prozent der Arbeitsplätze verloren gegangen und "die kommen nicht mehr wieder".

Wesentlich im Kampf gegen Arbeitslosigkeit sei nach wie vor die Qualifizierung. 40 Prozent der Jobsuchenden haben lediglich einen Pflichtschulabschluss. Daher sei Nachqualifizierung notwendig. Die Eingliederungsbeihilfe für Langzeitarbeitslose soll künftig auch verstärkt für Höherqualifizierte wie HTL-, Fachhochschul- und Uni-Absolventen, die einen Job suchen, eingesetzt werden und eine Hilfe für die "Praktikanten-Generation" darstellen.
(apa/red)

25.5.2010 20:07
MyHomebound, 25. 05. '10 20:50
Effizienz und Sinnhaftigkeit des AMS
Das AMS dient ja sowieso nur der VERSCHÖNERUNG (Verzerrung) der tatsächlichen Arbeitslosgkeit, und wenn ich mich im Bekanntenkreis umhöre, wie das Geld dort mit realtitätsfremden Kursen und Schulungen oft bei altersbedingt ohnehin nicht mehr odr nur schwer vermittelbaren Personen, nur damit diese aus der Arbeitslosenstatistik rausfallen - haben oft gar nichts mit den am Arbeitsmarkt geforderten Bedingungen zu tun - bis jetzt beim Fenster rausgeschmissen wurde, krieg ich eeinen Anfall und die, welche echte Umschulung brauchen und wollen bleiben jetzt auf der Strecke
sidestep, 25. 05. '10 16:53
Es ist wie immer!
Wer zahlt die Zeche für die Unfähigkeit der Politiker, ordentlich zu wirtschaften? Der Kleine Mann!!! Insoferne hätte ich meinen "Vorposter Freak 40" mit seinem Schimpfwort f a s t recht gegeben!