Samstag, 29. Mai 2010

EasyJet ist stinksauer: Billigflieger
will wegen Asche-Flugverboten klagen

  • Unternehmenschef: Wird "Klage aller Fluglinien"
  • Verluste zwischen 50 und 75 Millionen Euro erlitten

Der britische Billigflieger EasyJet bereitet eine Sammelklage wegen der Flugverbote als Folge der isländischen Aschewolke vor. "Wir arbeiten daran bereits mit einer Gruppe anderer Unternehmen, auch außerhalb des Low-Cost-Sektors", kündigte Unternehmenschef Andy Harrison in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche" an. Es werde eine "Klage aller Fluglinien".

Sie wollten die Aufsichtsbehörden zu Ausgleichszahlungen für die finanziellen Folgen der Flugverbote im April zwingen. Einzelheiten nannte Harrison nicht. Anfang Mai hatte bereits ein Lufthansa-Sprecher Kompensation für die Kosten der Flugausfälle gefordert.

Zwischen 50 und 75 Mio. Euro Verluste
Der EasyJet-Chef betonte, die mehrtägigen Flugverbote hätten Belastungen zwischen 50 und 75 Millionen Euro nach sich gezogen. "Und es gibt keinen Grund, warum die Folgen ausschließlich von den Fluglinien getragen werden sollten - besonders wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Schließung in der Größenordnung nicht nötig war", sagte Harrison. Wegen der Aschewolke hatten die Briten zuletzt auch ihre Gewinnprognose zusammengestrichen.

Zudem forderte der Manager härtere Umweltauflagen für die Flugbranche, wie die Stilllegung älterer Maschinen. "Die Technologie ist da. Jetzt muss die Politik für die Anreize sorgen", sagte Harrison, der Ende Juni zur Hotel- und Restaurantkette Whitbread wechselt.

Lufthansa-Chef fordert Ausgleichszahlungen
Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber erneuerte indes seine Forderung nach einem Ausgleich für die Sonderkosten, die den Airlines während des Flugverbots wegen der Aschewolke entstanden sind. "Die Lufthansa und andere Airlines haben ihre Kunden trotzdem bedient und fordern deshalb jetzt eine Kompensation", sagte Mayrhuber der "Welt am Sonntag".

Mayrhuber bot der EU-Kommission einen Kompromiss an. Ein eleganter Weg wäre, die Einbeziehung der Luftfahrtgesellschaften in den Emissionshandel zu verschieben. "Das kostet den Fiskus keinen Euro und würde uns in dieser immer noch schwierigen wirtschaftlichen Lage sehr weiterhelfen.

(apa/red)

29.5.2010 15:50
m3dicus, 30. 05. '10 01:31
Recht haben sie!
Sehr gut! Sollen sie die Tölpel von den Flughafenbehörden nur klagen.
Wenn diese nur dem korrupten IPCC nachäffen, anstatt selber das Hirn einzuschalten, dann haben sies nicht anders verdient.
Und das, obwohl das IPCC eh schon als Betrügerbande entlarvt wurde - Stichwort "Climategate" von Kopenhagen!

Am Ende muss ohnehin wieder der kleine Otto N. zahlen, wie immer.
donalonsoildefonso, 29. 05. '10 16:12
Wahnsinn !! und sowas im Zivilisierten Leben
so viel zu den *Gewissenhaften * Bossen der Fluglinien !!

Klar tut es weh wenn der Flieger am Boden steht und keine Kohle bringt, aber denen müsste das Leben und die Sicherheit der Fluggäste wichtiger sein als gute Bilanzen !!

Es ist ein jeder Betrieb mit einem gewissen Risiko behaftet, und wenn man als Firmenchef nicht bereit ist das Risiko in Kauf zu nehmen, dann soll man als Angestellter seine Brötchen verdienen.

Ich hoffe sie gehen mit der Klage baden und haben auch noch jede Menge für die Anwälte zu löhnen ^^