Katzen spielerisch erziehen - Mit einigen Tipps werden die Miezen zu Samtpfoten
- Die Grundbedürfnisse kennen und akzeptieren
- Belohnen motiviert, strafen führt zu Mistrauen

·So werden Katzen
rund um glücklich!
News hat Katzenexpertin Denis Seidl dazu befragt
·Das richtige Zuhause für glückliche Katzen
NEWS Tierwelt gibt Tipps wie es richtig funktioniert.
·Auch Katzen müssen in die Schule gehn
Mit Geduld, Motivation & leckeren Belohnungen
Auch Katzen müssen die Schulbank drücken, um zu lernen, was richtig und was falsch ist. Gute Erziehung ist nicht zuletzt ausschlaggebend für eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Katze. Keiner hat Freude mit seiner Mieze, wenn diese das Inventar zerkratzt. Auch schmerzhafte Erfahrungen, wie etwa von seiner Schmusekatze als Jagdobjekt gesehen zu werden, können vermieden werden. Hier die besten Erziehungstipps, wie man den Samtpfoten spielerisch gute Manieren antrainieren kann.
Die Katze kennen lernen
Als Katzenhalter muss man die Bedürfnisse seines Tieres zunächst kennen und akzeptieren. Nur dann können diese auch problemlos ausgelebt werden. An Gegenständen zu kratzen ist normales Katzenverhalten. Daher ist es wichtig, der Katze ausreichend Kratzstellen zu bieten und ihr beizubringen, diese und nicht etwa das Sofa zum Krallenschärfen zu benützen.
Belohnung statt Strafe
Erwünschtes Verhalten sollte stets belohnt werden. Es vermittelt der Katze, dass sie etwas gut gemacht hat, und motiviert sie, es wieder zu tun. Bestrafung (durch Gewalt etc.) dagegen bedeutet Stress für die sensiblen Tiere und wirkt sich negativ auf das Vertrauen zum Menschen aus. Dabei sei erwähnt, dass die Tiere Maßregelungen überhaupt nur dann nachvollziehen können, wenn diese im Handlungsmoment erfolgen. Ein paar Sekunden später kann das Tier schon keinen Bezug mehr zwischen seiner Tat und der Strafe herstellen. Stattdessen sollte man Katzen Alternativen anbieten (Kratzbaum statt Sofa) und nach Möglichkeit Versuchungen entfernen. Einfühlungsvermögen, Konsequenz, Geduld und viele Wiederholungen sind beim Training der Weg zum Erfolg!
Lernen durch Spielen
Katzen lernen am besten, wenn Aufgaben spielerisch gestaltet werden, weil dabei die Motivation hoch und der Lernerfolg größer wird. Katzenexpertin Denise Seidl: Trainingssequenzen sollten mehrmals täglich in kurzen Ein-
heiten gestaltet und immer mit einem Erfolgserlebnis für das Tier beendet werden. Das ist wichtig, da die Katzen sonst rasch das Interesse und den Spaß an der Arbeit verlieren. Durch Zwang erreicht man überhaupt nichts.
Motivation. Belohnung kann Futter, Lob, Spielen oder Streicheln sein. Wichtig ist, herauszufinden, was für die eigene Katze am attraktivsten ist, um dies als Motivation beim Training einzusetzen.
Trainingsplan für Stubentiger
■ Training heißt Beschäftigung:Vor allem Wohnungskatzen müssen vielseitig beschäftigt werden, damit sie ausgelastet sind und nicht auf dumme Gedanken kommen (Inventar beschädigen).
■ trainingsaufbau: Jedes Training sollte in Einzelschritten erfolgen, um die Katze nicht zu überfordern. Klappt es mal nicht, besser zwei Trainingsschritte zurückgehen oder die Strategie ändern.
■ Trainingseinheiten: Diese sollten regelmäßig angesetzt werden, wobei mehrere kürzere Einheiten zu bevorzugen sind.
■ Freude am Training: Benötigt viel Motivation und Einfühlungsvermögen.
Isabel Finsterwalder
Bei Fragen schicken Sie ein Mail an Isabel Finsterwalder unter tierwelt@news.at
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