Böses Erwachen für SPÖ im Burgenland:
Landeshauptmann-Partei verliert Absolute
- Einbußen für ÖVP, Grüne vorerst nicht im Landtag
- Ernüchterung bei der FPÖ trotz kräftigem Zugewinn
Endgültiges Wahlergebnis liegt erst in drei Tagen vor

·"Das ist ein sehr gutes Wahlergebnis"
REAKTIONEN auf die
Wahl im Burgenland
·Wer hat denn in Ihrer
Gemeinde gewonnen?
Burgenland-Wahl: Alle ERGEBNISSE im Detail
·Spitzenkandidaten bei der Stimmabgabe
BILDER: Das Burgenland wählte neuen Landtag
·Der Landesfürst muss
bis zum Schluss zittern
Niessl greift abermals nach absoluter Mehrheit
·Franz Steindls großer
Traum bleibt unerfüllt
ÖVP verliert Rennen um den Landeshauptmann
·Mit Tschürtz zurück auf die Siegerstraße
FPÖ-Burgenland-Chef übt
sich in Bescheidenheit
·Ex-FPÖler steht vor Comeback im Landtag
Bürgerliste von Kölly
legt starken Endspurt hin
·Grünes Zugpferd mit Anlaufschwierigkeiten
"Frischg'fangter" Reimon verfehlt sein Wahlziel
Die SPÖ hat nach dem vorläufigen Endergebnis der Burgenland-Wahl die Absolute Mehrheit knapp verpasst. Die ÖVP verlor ebenso wie die Sozialdemokraten, jedoch etwas weniger. Die FPÖ legte als einzige der Landtagsparteien zu, die Grünen scheiterten an der Vier-Prozent-Hürde, die von der erstmals kandidierenden Liste Burgenland übersprungen wird. Die Wahlkarten könnten noch Veränderungen bringen.
Mit 48,55 Prozent der Stimmen verlor die SPÖ zwar die Absolute Stimmenmehrheit (2005: 52,18), auf die Mandatsmehrheit darf die Landeshauptmann-Partei aber weiterhin hoffen. Die SPÖ hält derzeit bei 18 Mandaten. Da die Liste Burgenland - mit derzeit 4,03 Prozent - ihr Mandat durch die Wahlkarten aber noch verlieren könnte, kann die SPÖ auf dieses Mandat hoffen. Damit hätten die Sozialdemokraten dann doch die Absolute Mandatsmehrheit erreicht.
Die Grünen kamen auf nur 3,96 Prozent (2005: 5,21) der Stimmen, dürften aber durch die Wahlkartenstimmen aber schließlich doch noch in den Landtag einziehen. Die ÖVP kommt auf 34,17 Prozent (2005: 36,34) und hat weiterhin 13 Sitze im Landtag inne. Klar zulegen konnte die FPÖ, die mit 9,3 Prozent um 3,5 Prozentpunkte zulegen konnte.
Entscheidung erst in drei Tagen
Die Frage der endgültigen Mandatsverteilung dürfte noch drei Tage lang auf sich warten lassen - am Mittwochabend liegt dann das Wahlkartenergebnis vor. Derzeit hält die SPÖ bei 18 Mandaten, die ÖVP bei 13, die FPÖ bei vier, die LBL bei einem Mandat und die Grünen bei null Mandaten. Sollten die Grünen wie erwartet doch noch in den Landtag einziehen, so verliert die FPÖ eines ihrer Mandate. Die Wahlbeteiligung (ohne Wahlkarten) betrug 71 Prozent, das ist um knapp neun Prozentpunkte weniger als 2005 (81,38 Prozent).
Die Roten übten sich denn auch in Zweckoptimismus. Man werde das 19. Mandat erreichen können, "unser Wahlziel", so Landeshauptmann und SPÖ-Spitzenkandidat Niessl, der eigentlich "50 plus" als Wahlziel ausgegeben hatte. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter wollte sich auch trotz der Verluste freuen: "Ein Stimmenanteil in dieser "Größenordnung ist für sich schon bemerkenswert", sagte er.
Jubel bei ÖVP & FPÖ, Tristesse bei Grünen
Auch die ÖVP sieht ihre knapp zwei Prozentpunkte minus mit zwei lachenden Augen: "Wir waren in Umfragen in der Größenordnung um 30 Prozent, dieses Ergebnis konnten wir deutlich überbieten", sagte Generalsekretär Kaltenegger. Auch Spitzenkandidat Steindl kommentierte die einlangenden Prognosen durchaus mit Wohlwollen.
Geradezu Jubeln war in der Bundes-FPÖ angesagt. Generalsekretär Kickl erklärte seine Partei angesichts der Tatsache, dass sie sich als einzige etablierte Partei gegenüber 2005 verbesserte, zum "einzigen Wahlsieger". Der Einzug in die Landesregierung bleibt den Blauen indes verwehrt.
Mit Kritik an der SPÖ reagierten die Grünen auf die Wahlschlappe im Burgenland: "Es zeigt sich, dass der Rechtspopulismus von Hans Niessl ihm selbst geschadet, aber vor allem der FPÖ genützt hat", so Bundesgeschäftsführer Wallner. Grünen-Bundessprecherin Glawischnig war "gar nicht zufrieden". Sie sei "enttäuscht", meinte sie gegenüber der APA.
Wer hat denn in Ihrer Gemeinde gewonnen? Alle ERGEBNISSE der burgenländischen Landtagswahl im Detail!
(apa/red)
Causa Buwog17:04
KHG-Anwalt verurteiltAnklage wegen Urkundenunterdrückung - Kanzlei weist die Vorwürfe zurück
US-Präsidentschaftswahlen15:05
Romneys Klotz am BeinDer milliardenschwere Investor macht dem Obama-Rivalen das Leben schwer
Altkanzler in Ungarn13:52
Schüssel lobt OrbanEx-Kanzler bei Konferenz in Budapest: "Regierung verdient Achtung für ihre Arbeit"
