Optimismus pur im Wahlkampf-Finish:
Niessl rechnet mit der erneuten Absoluten
- VP-Chef Steindl wünscht "ausgewogene" Verhältnisse
- Grüne peilen ein drittes, "Kraft gebendes" Mandat an
FPÖ-Chef Strache erwartet zweistelliges Wahlergebnis
·"Niessl hat ein paar persönliche Probleme"
ÖVP-Landesvize Steindl
im Interview mit NEWS.at
·"Die sollen beweisen, dass sie brav sind"
FPÖ-Burgenland-Chef Tschürtz im Interview
·"Das ist einfach eine hirnrissige Politik"
Grüner Michel Reimon im Gespräch mit NEWS.at
·Opposition schießt sich auf Niessl ein
FPÖ und Grüne kritisieren
Proporz und Wahlrecht
·Assistenzeinsatz ist
"Erfolgsgeschichte"
SPÖ: Niessl und Darabos verteidigen Maßnahme

Im burgenländischen Landtagswahlkampf ist die Zeit der Wahlkampf-Abschlussveranstaltungen angebrochen. Donnerstagabend versuchten sowohl die SPÖ als auch ÖVP und Grüne ihre Anhänger noch einmal zu motivieren, bereits einen Tag zuvor finalisierte die FPÖ. Nur mit "klaren und stabilen Verhältnissen" lasse sich der "Erfolgsweg" des Burgenlandes fortsetzen, appellierte in Eisenstadt Landeshauptmann Hans Niessl an die SPÖ-Basis. Für "ausgewogene" Verhältnisse nach der Wahl plädierte hingegen Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl in Oberschützen. Grünen-Spitzenkandidat Michel Reimon peilte wenige Kilometer weiter in Bad Tatzmannsdorf das dritte, "Kraft gebende" Mandat an. Und die FPÖ erwartet ein zweistelliges Ergebnis.
Niessl rechnet damit, bei der Wahl am Sonntag die Absolute wieder zu erlangen: "Wir haben sie noch nicht ganz, aber es ist möglich." Die 50 Prozent zu erreichen, sei "ganz entscheidend und wichtig", so der burgenländische SPÖ-Vorsitzende. Schwarz-Blau-Grüne Experimente würden hingegen "Chaos" bedeuten: "Das kann sich das Land in diesen Zeiten nicht leisten."
ÖVP will Absolute brechen
"Klare Verhältnisse", die "Machtmissbrauch und Drüberfahren einer einzigen Partei" bedeuteten, brauche man nicht, erklärte VP-Chef Steindl vor rund 500 Zuhörern in Oberschützen. Er betonte dabei erneut die zwei Wahlziele der Volkspartei - die absolute Mehrheit der Sozialdemokraten zu brechen und stärker zu werden.
"Nicht Finish, sondern Zielgerade"
Grünen-Spitzenkandidat Reimon forderte von den rund 150 Sympathisanten Wahlkampfeinsatz bis zuletzt: "Das ist nicht das Finish, das ist die Zielgerade", betonte er. Die Aufgabe der Grünen sei es, mit Menschlichkeit diese Wahl zu gewinnen: "Nur dann wird sich die Politik bewegen, nicht nur wir."
Strache von Zweistelligkeit überzeugt
FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache hat sich beim Wahlkampfabschluss der burgenländischen Landesgruppe einen Tag zuvor davon überzeugt gezeigt, dass die Freiheitlichen die "prozentuelle Zweistelligkeit" einfahren werden. "Je höher sie wird, desto besser für das Burgenland", betonte Strache bei der Kundgebung in Oberwart. Spitzenkandidat Landeschef Johann Tschürtz appellierte an die Wähler, Rot und Schwarz "einen Denkzettel" zu verpassen.
(apa/red)
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