Ballonfahrt
Spektakulärer Flug über Ärmelkanal
- US-Abenteurer hebt mit Heliumballons ab: "Es war ungemein schön"

Während andere lieber ins Flugzeug steigen, ließ sich Jonathan Trappe im Mai 2010 mit Hilfe von 55 Heliumballons über den Ärmelkanal tragen. Der US-Abenteurer landete nach vierstündigem Flug sicher in Nordfrankreich. "Es war ungemein schön", sagte er dem Fernsehsender Sky News. Es sei "der erste Überflug einer größeren Wasserfläche" auf diese Weise gewesen.
Trappe war in der Früh in Ashford in der englischen Grafschaft Kent gestartet und ging in einem Kohlfeld unweit des französischen Dünkirchen nieder. Der etwa 100 Kilometer lange Flug über die Klippen von Dover und auf die französische Küste zu sei "eine ruhige, friedliche Erfahrung" gewesen, sagte Trappe. Er legte rund 100 Kilometer zurück. Um in Frankreich zu landen, musste er nach und nach eine Reihe von Ballons abschneiden.
"Die reinste Form des Fliegens"
Trappe, der schon mehrere Jahre mit Trauben von Ballons fliegt, hatte für sein Abenteuer eine Startgenehmigung der britischen Luftraumüberwachung. "Mit einem Ballon zu fliegen, lässt sich mit keiner anderen Erfahrung vergleichen", schreibt er auf seiner Website. "Es gibt keinen Lärm, keine Propeller, keine Triebwerke." Nur vom Wind getragen zu werden, sei "die reinste Form des Fliegens".
Der Kanal war für Luftfahrtpioniere immer wieder eine Herausforderung, seitdem der Franzose Louis Bleriot ihn 1909 erstmals mit einem Flugzeug überflogen hatte. Im Jahr 2008 überquerte ihn der Schweizer "Raketenmann" Yves Rossy mit Düsentriebwerken auf dem Rücken. 2003 flog der Salzburger Felix Baumgartner mit einem selbst entwickelten Karbonflügel von England über den Ärmelkanal nach Frankreich.
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