Sonntag, 30. Mai 2010

Operation "Top Kill" wird zum "Top Flop":
BP scheitert bei Ölpest am Golf von Mexiko

  • Ölleck frühestens im August endgültig verschlossen
  • BP schwer belastet: Probleme waren längst bekannt

Fehlschlag im Kampf gegen die Ölpest, Schock für Amerika: Der Ölkonzern BP ist mit dem Versuch gescheitert, die sprudelnde Ölquelle im Golf von Mexiko zu schließen. Die "Top Kill" genannte Operation, bei der tonnenweise Schlamm in das Bohrloch gepumpt wurde, habe den Ölfluß nicht stoppen können, sagte BP- Manager Doug Suttles. Die Arbeiten mussten abgebrochen werden.

Endgültig verschlossen wird die Ölquelle nun wahrscheinlich frühestens im August. BP bohrt zurzeit neue Zugänge zur Quelle, rund vier Kilometer unter dem Meeresboden. "Wir sind damit halb fertig. Aber je weiter runter wir kommen, desto schwerer wird es."

BP schwer belastet
Der britische Konzern BP soll schon Monate vor dem Unfall der Bohrinsel "Deepwater Horizon" von erheblichen technischen Problemen gewusst haben. Die Schwierigkeiten betrafen etwa ein Sicherheitsventil, das ein Ausströmen des Öls vom Bohrloch im Golf von Mexiko verhindern soll. Auch habe es Hinweise auf Probleme an der Bohrleitung gegeben, schrieb die "New York Times" unter Berufung auf BP-Papiere.

40.000 Tonnen Öl
Seit Beginn der Katastrophe vor fast sechs Wochen sind Experten zufolge etwa 40.000 Tonnen Öl ins Meer geflossen. Jeden Tag kommen zwischen 1.600 und 3.400 Tonnen dazu. Schon jetzt ist es damit die größte Ölpest der US-Geschichte. Beim Unfall des Tankers "Exxon Valdez" 1989 vor Alaska verdreckten "nur" 35.000 Tonnen das Meer.

Mindestens 270 Kilometer Küste und 13 Hektar Marschland sind verseucht, wie Mary Landry von der US-Küstenwache sagte. Fast 500 Vögel, mehr als 200 Schildkröten und 25 Meeressäuger starben.

Obama ist enttäuscht
US-Präsident Obama nannte die Situation "herzzerreißend". Er habe gehofft, dass der Versuch ein Erfolg werde - "nun ist klar, dass es nicht funktioniert hat". Er habe angewiesen, dass BP nun den Alternativplan starte, das Öl in einem Behälter über der Quelle aufzufangen.

Das Unternehmen wollte umgehend damit beginnen. Dabei wird das bestehende Steigrohr zur Quelle abgesägt und ein Auffangbehälter darüber gestülpt. Von dort soll es zu einem Schiff an der Meeresoberfläche geleitet werden. Ob das klappt, soll in vier bis sieben Tagen feststehen.

(apa/red)

30.5.2010 14:53
brabus, 31. 05. '10 08:07
Top Flop
Was sonst? Wenn man von vornherein keine Sicherheits- bzw Notfallpläne hat können solche 'Versuche' nur floppen.
Für jeden Mikrowellenherd gibt es eine 20 seitige Beschreibung zu Sicherheitshinweisen weil die Amis zu dumm sind, solche Geräte richtig zu verwenden. Aber einer britischen Ölbohrfirma wird einfach erlaubt unter unbekannten technischen Bedingungen nach Öl zu bohren und die Umwelt zu verseuchen. Die unbegrenzte Gier nach Öl und Geld ist das wirkliche Problem.
clsc, 30. 05. '10 16:43
ach so ist das in den usa ;-)
wenn ein us-konzern jetzt für alle schäden zumindest finanziell - vernichtendes leben und zerstörte umwelt kann eh nicht mehr revidiert werden - aufkommen müsste, wäre ein börsensturz die einzige reaktion. nur die finanzwelt sieht das offenbar völlig anders. hier wird doch nur gelogen und betrogen. tolle demokratie, die wir haben!
NarutoUzumaki, 30. 05. '10 19:56
Re: ach so ist das in den usa ;-)
BP British Petroleum , ist kein US-Konzern
King_Salomon, 29. 05. '10 07:21
BP übernimmt die Verantwortung (?)
wie kann BP die Verantwortung für die Vernichtung, Verseuchung, Zerstörung von Lebensraum übernehmen? Was für einen Unsinn erzählen diese Leute, Obama und CO den Menschen? Wie kann man durch Öl getötete Tiere wieder ersetzen oder durch Geld "aufwiegen"? Wie kann man das Wasser wieder trinkbar machen? WIR - die Menschen müssen die Dinge in die Hand nehmen und die Politiker in die Wüste schicken. Kein Benzin mehr von BP kaufen, boykotieren, ausschließen. Diesen Wahnsinn machen wir alle mit und fahren lustig weiter mit den Karossen. Gott sei dank werde wir von diesem Planeten sowieso bald wieder verschwunden sein, dann hat die Erde wieder ein paar Millionen Jahre Zeit, sich on uns und den Schäden zu erholen, die wir in 100 Jahren angerichtet haben. Dann ist all das verdiente Geld belanglos.
Musician, 29. 05. '10 13:21
Re: BP übernimmt die Verantwortung (?)
Meine Meinung.

Würde man all die Geldnoten und Münzen durch Hasenbemmerl ersetzen.. dann würden die super Reichen auf einem riesen Haufen scheisse sitzen :)
Bananenbiager, 28. 05. '10 23:04
Präsident Alleskönner
welch eigenartiges oder auch dummes Land ist das?
Ein Präsident muß für jeden Scheiß gerade stehen und immer Lösungen parat haben.

Ein echt dummes Volk, aber alles und jeden bombadieren.
Wo sind die Elitetaucher? Wo die ach so tollen U-Boote?
Da sollte Landesverteidigung eingreifen, aber wichtig ists in Afghanistan eine Hausfrau als Terroristen zu entlarven...

Yeah weiter so...