Dienstag, 25. Mai 2010

Nächste Ölkatastrophe: Tanker und
Frachter vor Küste von Singapur kollidiert

  • TV-Sender: Rund 2.000 Tonnen Rohöl ausgeflossen
  • Hafenbehörde: Säuberungsaktion bereits im Gange

Vor der Küste von Singapur sind nach Angaben der Hafenbehörde ein Tanker und ein Frachtschiff zusammengestoßen. Der staatliche Fernsehsender "Channel News Asia" berichtete in den Morgenstunden, es könnten rund 2.000 Tonnen Rohöl ausgelaufen sein. Die malaysische Küstenwache bestätigte Zusammenstoß und Ölaustritt.

Der Tanker Bunga Kelana 3 und der Frachter MT Waily seien um 06:05 Uhr (Ortszeit) kollidiert. "Die Kollision führte zu einem Zehn-Meter-Schlitz auf der linken Seite des Tankers, und 2.000 Tonnen Rohöl ergossen sich an der Stelle, wo es zum Zusammenstoß kam, ins Meer", sagte Kommandant Abdul Hadib bin Abdul Wahab der Nachrichtenagentur Reuters.

Das größte malaysische Schiffsunternehmen MISC, das zur staatlichen Ölfirma Petronas gehört, listet die Bunga Kelana 3 als Tanker der Aframax-Klasse mit Baujahr 1998 und einer Tragfähigkeit von 105.784 Tonnen. Der Tanker gehört der MISC-Tochter American Eagles.

Säuberungsaktion im Gange
Die Hafenbehörde des asiatischen Stadtstaats Singapur teilte unterdessen mit, eine Säuberungsaktion sei im Gange. Der Zusammenstoß ereignete sich rund 13 Kilometer südöstlich der Küste aus noch ungeklärter Ursache. An Bord sei nach ersten Angaben niemand verletzt worden. Die MT Waily ist im Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen registriert.

Zum Vergleich: Aus dem Leck am Meeresgrund nach der Explosion einer von dem britischen Konzern BP genutzten Bohrinsel im Golf von Mexiko sind seit dem 20. April mindestens 23.000 Tonnen Öl ausgeströmt. Einige Experten gehen sogar von über 40.000 Tonnen Öl aus.

(apa/red)

25.5.2010 09:01