Iranischer Regisseur gegen Kaution frei: Jafar Panahi unterstützt offen Opposition
- Filmemacher sollte eigentlich in Cannes-Jury sitzen
- Filmstars und Regisseure setzten sich für Panahi ein

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Die Justiz im Iran hat die Freilassung des seit Wochen inhaftierten Filmemachers Jafar Panahi gegen eine Kaution angeordnet. Der Generalstaatsanwalt von Teheran, Abbas Jafari Dolatabadi, erklärte nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna, die nötigen Abläufe zu seiner Freilassung seien veranlasst.
Zugleich werde die Anklageschrift zur Prüfung an das Revolutionstribunal in Teheran übergeben.
Sollte eigentlich in Cannes-Jury sitzen
Der 49-jährige Filmemacher, der offen die Oppositionsbewegung gegen Präsident Mahmoud Ahmadinejad unterstützt, war am 1. März in seinem Haus in Teheran verhaftet worden. Die Verhaftung hatte international Proteste hervorgerufen; zuletzt setzten sich Filmstars und Regisseure beim Festival in Cannes für die Freilassung Panahis ein, der eigentlich in der Festival-Jury sitzen sollte.
Hungerstreik
Panahi war vor rund zehn Tagen in einen Hungerstreik getreten, um gegen seine Haftbedingungen zu protestieren. Das iranische Kulturministerium wirft dem Regisseur vor, einen Film über die Massenproteste nach der umstrittenen Wiederwahl Ahmadinejads am 12. Juni vergangenen Jahres vorbereitet zu haben.
(apa/red)

