Britische Politiker können es nicht lassen:
Erster Spesenskandal in neuer Regierung
- Staatssekretär im Finanzministerium zahlt zurück
- 40.000 Pfund als Mietkosten für Wohnung abgesetzt
·Millionenforderung an die Parlamentarier
England: Prüfbericht zum Spesenskandal liegt vor

In der neuen britischen Regierung ist ein erster Spesenskandal aufgedeckt worden. Der Staatssekretär im Finanzministerium, David Laws von den Liberaldemokraten, hat laut der Zeitung "Daily Telegraph" fünf Jahre lang insgesamt mehr als 40.000 Pfund als Mietkosten abgesetzt - für eine Wohnung, die seinem Lebensgefährten gehörte. Der Politiker kündigte nun an, das Geld zurückzuzahlen.
Er sei seit 2001 in einer Beziehung mit dem Lobbyisten James Lundie, erklärte Laws. Weder Familie noch Freunde hätten von der Beziehung gewusst. Lundie und er hätten weder ein gemeinsames Konto gehabt noch seien sie öffentlich zusammen aufgetreten. Sie hätten ihre Beziehung geheim halten wollen.
Ein Sprecher von Premierminister Cameron sagte, der Regierungschef sei informiert worden. Der Parteichef der Konservativen hatte es sich zum Ziel gemacht, nach den im vergangenen Jahr aufgedeckten zahlreichen Spesenskandalen unter Politikern für einen Neuanfang zu sorgen. Zahlreiche Abgeordnete hatten den Steuerzahler in den letzten Jahren für alles von Wohnungen über Entenhäuschen bis hin zu Pornofilmen für den Ehemann aufkommen lassen.
(apa/red)
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