Nordkorea bricht Beziehung zum Süden ab: Kim Jong-ils Armee macht sich kampfbereit
- Versenktes Kriegsschiff lässt Feindschaft neu aufleben
- Nord- und Südkorea befinden sich seit 1950 im Krieg
·Nordkoreas Truppen sind bereit zum Kampf
Konflikt auf koreanischer
Halbinsel spitzt sich zu
·Säbelrasseln auf Koreas Halbinsel
Seoul beschließt neue Sanktionen gegen Norden
·Diktator klopft beim Nachbarn um Hilfe an
Kim Jong-il absolvierte Geheimbesuch in China

Im schwelenden Grenzkonflikt bricht das kommunistisch regierte Nordkorea alle bilateralen Beziehungen zu Südkorea ab. Das meldete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Alle Kommunikationsverbindungen würden abgebrochen. Alle südkoreanischen Mitarbeiter des gemeinsam betriebenen Industriekomplexes Kaesong in Nordkorea werden ausgewiesen. Außerdem habe der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il hat einem Agenturbericht zufolge das Militär seines Landes in Kampfbereitschaft versetzt.
Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit dem Sinken des südkoreanischen Kriegsschiffes "Cheonan" nach einem mutmaßlichen Beschuss durch Nordkorea angespannt. Eine in Seoul ansässige Dissidentengruppe hatte erklärt, Nordkorea habe nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zum Untergang der "Cheonan" seine Truppen in Kampfbereitschaft versetzt.
Internationale Ermittler waren am vergangenen Donnerstag zu dem Schluss gekommen, dass beim Untergang der "Cheonan" am 26. März alles auf einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff hinweise. Bei dem Unglück waren 46 Menschen ums Leben gekommen.
Die kommunistische Führung in Pjöngjang weist jede Schuld von sich. Südkorea hat als Reaktion auf den Untergang der "Cheonan" Handelssanktionen gegen Nordkorea beschlossen und eine Aufrüstung angekündigt. Seine Regierung werde den Fall vor den UNO-Sicherheitsrat bringen, sagte Präsident Lee am Montag. Südkorea und sein Verbündeter USA planen zudem zwei gemeinsame Seemanöver vor der koreanischen Halbinsel. Der aus Südkorea stammende UNO-Generalsekretär Ban sagte, die Beweislage gegen Nordkorea sei "erdrückend".
Offiziell befinden sich das kommunistische Nordkorea und das kapitalistische Südkorea noch immer im Kriegszustand, da beide Staaten nach dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) kein Friedensabkommen schlossen. Nordkorea erkennt die sogenannte Nördliche Grenzlinie vor der Westküste nicht an. Sie wurde zum Ende des Korea-Kriegs einseitig von einem UNO-Kommando gezogen.
(apa/red)
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