Dienstag, 25. Mai 2010

Konflikt auf Korea-Halbinsel spitzt sich zu: Kim Jong-ils Armee macht sich kampfbereit

  • Versenktes Kriegsschiff lässt Feindschaft neu aufleben
  • Nord- und Südkorea befinden sich seit 1950 im Krieg

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il hat einem Agenturbericht zufolge das Militär seines Landes in Kampfbereitschaft versetzt. Der Befehl sei von einem ranghohen Militär verbreitet worden, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten in den vergangenen Tagen erheblich zugenommen.

Eine internationale Expertenkommission war vergangene Woche zu dem Schluss gekommen, dass ein nordkoreanisches U-Boot das südkoreanische Kriegsschiff "Cheonan" Ende März mit einem Torpedo versenkte. Dabei kamen 46 Seeleute ums Leben. Die nordkoreanische Führung hat jede Verantwortung für den Zwischenfall unweit der umstrittenen Seegrenze beider Länder bestritten.

Südkorea hat als Reaktion auf den Untergang der "Cheonan" Handelssanktionen gegen Nordkorea beschlossen und eine Aufrüstung angekündigt. Seine Regierung werde den Fall vor den UNO-Sicherheitsrat bringen, sagte Präsident Lee Myung-bak am Montag. Südkorea und sein Verbündeter USA planen zudem zwei gemeinsame Seemanöver vor der koreanischen Halbinsel, wie Pentagonsprecher Bryan Whitman in Washington mitteilte. Der aus Südkorea stammende UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, die Beweislage gegen das stalinistisch geführte Nordkorea sei "erdrückend und sehr besorgniserregend". Er erwarte, dass der Weltsicherheitsrat "der Ernsthaftigkeit der Lage angemessene Maßnahmen" ergreifen werde.

Offiziell befinden sich das kommunistische Nordkorea und das kapitalistische Südkorea noch immer im Kriegszustand, da beide Staaten nach dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) kein Friedensabkommen schlossen. Nordkorea erkennt die sogenannte Nördliche Grenzlinie vor der Westküste nicht an. Sie wurde zum Ende des Korea-Kriegs einseitig von einem UNO-Kommando gezogen.

(apa/red)

25.5.2010 08:23
m3dicus, 25. 05. '10 14:26
typisch
die berichterstattung zu diesem konflikt bestätigt mal wieder die betriebene propaganda durch unsere massenmedien.
einseitig wird überall nordkorea als aggressor dargestellt, dabei ziehen die amerikaner schon seit jahren ihre kriegsflotte dort zusammen. die schwindeligen beweise mit dem uboot-propeller überzeugen mich nicht, da können noch so viele westliche "superexperten" herumwissenschafteln. komisch, dass nordkorea die beteiligung immer noch dementiert!?

für mich klingt das nach einem erneuten angriff unter falscher flagge, damit man sich dem "schurkenstaat"" NK entledigen kann! Wäre nicht das erste mal ...

PFUI, Amerika, PFUI!