Grazer Lehrer wurde aus Haft entlassen:
Sein Mordprozess muss wiederholt werden
- Pädagoge verdächtigt, Pensionisten getötet zu haben
- Laienrichter hatten in der Tat für schuldig befunden

·Prozess gegen Lehrer
endet ohne ein Urteil
Graz: Mordprozess
muss wiederholt werden
·Grazer Lehrer weist jede Schuld von sich
Mordprozess: Erste Zeugen zu Fall befragt
Jener Lehrer aus Graz, der im Verdacht steht, 2003 einen Pensionisten durch zahlreiche Messerstiche getötet zu haben, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Genau eine Woche zuvor wurde er von den Geschworenen für schuldig befunden, die Berufsrichter nahmen die Entscheidung aber nicht an. Das Urteil wurde ausgesetzt. Der Prozess wird nun wiederholt, der Lehrer bleibt fürs erste auf freiem Fuß. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Nachdem die drei Berufsrichter der Meinung waren, ein Schuldspruch sei eine Fehlentscheidung der Laienrichter, stellte Verteidiger Gerald Ruhri sofort einen Enthaftungsantrag. Die Vorsitzende des Geschwornensenats, Michaela Lapanje, setzte daraufhin eine Haftverhandlung an. Dort wurde entschieden, dass der Lehrer nicht im Gefängnis auf die Wiederholung seines Prozesses warten muss. Er wurde entlassen.
Der Lehrer wurde gegen Gelöbnis auf freien Fuß gesetzt, was bedeutet, dass er sich an seinem Wohnsitz aufhalten und eventuelle Änderungen sofort dem Gericht mitteilen muss. "Ein neuer Prozess wird vermutlich im Herbst stattfinden", so Ruhri auf APA-Anfrage.
Die Entscheidung über die vorläufige Freilassung ist nicht rechtskräftig, da sich die Staatsanwältin dagegen aussprach. Nun muss das Oberlandesgericht in den nächsten Wochen darüber entscheiden, ob der Lehrer allenfalls wieder in Haft zu nehmen ist.
(apa/red)
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