Mittwoch, 26. Mai 2010

Todesopfer nach schweren Unwettern:
Gewitter und Tornados in Niederösterreich

  • Frau in Buckliger Welt von Murenabgang getötet
  • Mehr als 400 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Heftige Unwetter mit extremen Niederschlägen und großräumigen Überflutungen sowie Vermurungen haben am Mittwoch in der Buckligen Welt in Niederösterreich zwei Todesopfer gefordert. Eine 53-jährige Frau stürzte nach Angaben der Sicherheitsdirektion in einen Bach, ein 69 Jahre alter Pensionist erlag vermutlich infolge der Aufregung einem Herzinfarkt.

Durch das Unwetter am Nachmittag war laut Polizei u.a. der Schlattenbach in Stickelberg im Gemeindegebiet von Hollenthon (Bezirk Wiener Neustadt) über die Ufer getreten. Die 53-Jährige stürzte in die Fluten, weil sie vermutlich Gegenstände vor dem Hochwasser retten wollte. Sie wurde mitgerissen und erst nach etwa 45-minütiger Suche durch die Feuerwehr rund 800 Meter von der Unglücksstelle entfernt geborgen. Vom Notarzt war zu diesem Zeitpunkt nur mehr der Tod des Opfers festzustellen.

Der Pensionist starb in Kirchschlag i.d. Buckligen Welt (Bezirk Wiener Neustadt). Der 69-Jährige erlag nach Polizeiangaben vermutlich infolge Aufregung um das Hochwasser im Zöbernbach und der damit drohenden Überflutung seines Hauses einem Herzinfarkt.

Die Einsätze der Feuerwehren in dem betroffenen Gebiet in der Buckligen Welt dauerten in den Abendstunden an. Das Ausmaß der entstandenen Schäden war vorerst nicht abzuschätzen, berichtete die Sicherheitsdirektion.

Im Bezirk Wiener Neustadt gab es am Nachmittag laut NÖ Landeswarnzentrale auch einen bis zu 40-minütigen Dauer-Hagelschlag. Allein in der besonders stark betroffenen Region Bucklige Welt standen etwa 40 Feuerwehren mit 400 Mann im Einsatz. Laut dem NÖ Landeskommando wurden außerdem zwei Katastrophenhilfszüge mit weiteren 100 Helfern entsandt.

Heftige Unwetter gab es auch in anderen Landesteilen Niederösterreichs. Im Bezirk Tulln und in Klosterneuburg fegten Tornados über die Landschaft.


(apa/red)

26.5.2010 22:28