Messerattentat auf 24-jährige Wienerin:
Täter lauerte Opfer im Stiegenhaus auf
- Wien-Mariahilf: Frau überlebte schwer verletzt
- Motiv unklar - Polizei sucht nach Hinweisen auf Täter

Eine 24-jährige Frau ist in Wien-Mariahilf in ihrem Stiegenhaus von einem Unbekannten wortlos niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Angriff in einer Wohnhausanlage an der Linken Wienzeile ereignete sich vor einem Monat und wurde von der Polizei erst jetzt bekanntgegeben. Der Täter flüchtete ohne Beute und ließ sein Opfer mit mehreren Messerstichen in Unterarm und Gesäß am Boden liegen.
Die 24-Jährige war am 24. April gegen 00.30 Uhr vom Fortgehen nach Hause gekommen und dort angegriffen worden, wie die Polizei am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte. Beim Öffnen der Tür stand plötzlich ein Mann neben ihr. Er betrat mit der Frau, die annahm, es handle sich um einen Nachbarn, das Stiegenhaus. Unmittelbar nach dem Haustor riss der Angreifer sein Opfer zu Boden, zückte eine zehn bis 15 Zentimeter lange Klinge und stach wortlos auf die am Rücken liegende, zusammengekauerte Frau ein.
Ohne Beute geflüchtet
Als die 24-Jährige dem Unbekannten ihre Handtasche samt Bargeld anbot, flüchtete der Mann ohne Beute. Der Lebensgefährte des Opfers, der laute Schreie gehört hatte, fand seine Freundin wenige Sekunden später schwer verletzt am Boden liegend. Die Frau hatte durch die zahlreichen Stiche viel Blut verloren und musste im Spital auf der Intensivstation behandelt werden.
Der flüchtige Täter wird auf etwa 35 Jahre geschätzt und ist ca. 1,70 Meter groß. Laut dem Opfer ist er von untersetzter Statur und hat einen dunklen Teint. Der Gesuchte trug einen Dreitagebart und hat eine eher große Nase, relativ dicke Lippen und ein rundliches Gesicht mit dickeren Backen. Während des Angriffs trug der Unbekannte u.a. einen grünen Pullover, vermutlich mit Kapuze, darüber eine schwarze ärmellose Weste sowie eine Sonnenbrille. Hinweise werden vom Landeskriminalamt Wien entgegen genommen. (apa/red)
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