Mittwoch, 26. Mai 2010

Steirer wollte das FBI per-E-Mail erpressen:
Behörden überlisteten dilettantischen Täter

  • 40-Jähriger verlangte 1,3 Millionen Euro von den USA
  • Droh-E-Mails vom Computer einer Freundin versandt

Beamte des steirischen Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung haben einen 42-jährigen Erpresser bei einer vorgetäuschten Geldübergabe festgenommen. Der wegen Betrugs einschlägig vorbestrafte Grazer wollte - recht dilettantisch - mit als indirekte Drohungen qualifizierten E-Mails 1,3 Millionen Euro von den USA erpressen.

Der 42-jährige Grazer schickte in der vergangenen Woche dem FBI in New York und zwei führenden amerikanischen Zeitungen ein Mail, in dem er 300.000 Euro sofort und einen weiteren Betrag von einer Million Euro von den Vereinigten Staaten auf ein österreichisches Bankkonto forderte. Als Gegenleistung bot er eine Namensliste von 200 potenziellen Attentätern und Informationen über einen Transport von "vier schmutzigen Bomben" in die USA an.

In Knittelfeld geschnappt
Nach Einschaltung der US-amerikanischen und österreichischen Behörden wurden Kriminalisten des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Steiermark mit dem Fall betraut. Beamte vereinbarten mit dem vorerst Unbekannten in Knittelfeld eine Geldübergabe, zu der der Mann allerdings nicht erschien. Es gelang den Kriminalisten aber, mit dem Verdächtigen einen telefonischen Kontakt herzustellen. Bei einer weiteren vorgetäuschten Übergabe konnte der Grazer in einem Cafe in Knittelfeld festgenommen werden.

Bei den Einvernahmen gestand der 42-Jährige, dass er die E-Mails vom Computer einer Freundin aus dem Bezirk Knittelfeld an das FBI geschickt hatte. Die Frau konnte in ihrer Wohnung angetroffen werden und war sofort geständig. In der Wohnung konnte auch der Computer und Kopien von sechs verschickten Schreiben sichergestellt werden.

Nach den Einvernahmen wurde die 42-jährige Komplizin auf freien Fuß angezeigt. Der Grazer wurde wegen schwerer Erpressung in Haft genommen und in die Justizanstalt Jakomini überstellt. (apa/red)

26.5.2010 09:22
nonane, 26. 05. '10 08:27
hmmm...
Hat wohl mit Erpressung nicht viel zu tun...?!
Infos gegen Geld. Die Regierung kann ihm ja zurückschreiben: "Nein Danke - ist uns zu teuer..."
brabus, 25. 05. '10 16:03
Erpressung ?
Wer wurde hier womit erpresst ? So wie die Geschichte hier erzählt wurde war es wohl mehr ein Angebot ähnlich dem Angebot mit der Steuersünder-CD ?