'Krieg der Sterne' beim Sommernachts- konzert: Philharmoniker spielen 'Star Wars'
- Melodien aus Science Fiction-Klassiker am 8. Juni
- "Mond - Planeten - Sterne" als Motto für Gratis-Event

·Club-Sounds und Pop bis hin zu Rap & Soul
Fanta 4 decken auf neuer
CD breites Spektrum ab
·Voller Erfolg: 40.000
Besucher am Popfest
Konzert-Reigen soll nun jedes Jahr stattfinden
·Aktuelle Ausstellung lässt 60er aufleben
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Das Sommernachtskonzert Schönbrunn steht 2010 unter dem Motto "Mond - Planeten - Sterne", weshalb die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Franz Welser-Möst erstmals Stücke des "Star Wars"-Komponisten John Williams zum Besten geben werden.
"Klassische Musik ist für alle da, nicht nur für eine Elitegesellschaft", bekräftigte der Vorstand der Philharmoniker, Clemens Hellsberg, heute, Freitag, bei der Präsentation des Programms in Wien. Das Konzert findet bei freiem Eintritt am 8. Juni statt, ORF 2 überträgt live ab 21.05 Uhr.
Hommage an Nicolai
Neben drei Stücken der "Star Wars"-Filmmusik wird etwa auch der "Mondchor", ein Walzer des Philharmonikergründers Otto Nicolai aus "Die lustigen Weiber von Windsor", am Programm stehen. Für Hellsberg eine Hommage an Nicolai, der am Folgetag des Konzerts seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte. Zudem werden "Sphärenklänge" von Josef Strauß, "Abendsterne" von Joseph Lanner und "Mars" von Gustav Holst zu hören sein. Als Solist konnte der Pianist Yefim Bronfman gewonnen werden, weshalb auch ein Klavierkonzert von Franz Liszt gespielt wird, das thematisch etwas aus der Reihe tanzt.
Welser-Möst springt ein
Der designierte Generalmusikdirektor der Staatsoper Wien, Welser-Möst, springt als Dirigent für den schwer erkrankten Seiji Ozawa ein, von dem noch die Idee zu den "Star Wars"-Stücken stammte. Welser-Möst freut sich über die Aufgabe, die er trotz gleichzeitig laufender Proben für die "Tannhäuser"-Premiere an der Wiener Staatsoper übernommen hat. Die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern beschrieb er, "als ob ich ein Maler wäre, der in den unglaublichen Farbtopf dieses Orchesters eintauchen kann."
Bei Schlechtwetter einen Tag später
Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist das 2004 entstandene Sommernachtskonzert "eine besondere Idee zur richtigen Zeit", da seiner Meinung nach das allgemeine Interesse an Kulturübertragungen im Fernsehen in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Für den ORF ist es "eine besondere Aufgabe, diese Botschaften auch in die Welt hinauszubringen". Die Bilder werden von mehr als 60 TV-Stationen weltweit - live oder zeitversetzt - übertragen. Bei Schlechtwetter wird das Konzert auf den 9. Juni verlegt. Im vergangenen Jahr kamen bei relativ schönem Wetter 100.000 Besucher.
(apa/red)
