Dienstag, 18. Mai 2010

Der Euro ringt ums Überleben: Europas
Finanzminister suchen den letzten Ausweg

  • Gemeinschaftswährung auf neuem Vier-Jahres-Tief
  • Milliardenpaket verfehlt auf Märkten seine Wirkung

Die Finanzminister der Eurogruppe sind Montagabend in Brüssel zu Beratungen über die Schwäche der Gemeinschaftswährung zusammengetereten. Der vor wenigen Tagen wegen der drohenden Ausweitung der Griechenlandkrise vereinbarte milliardenschwere Euro-Rettungsschirm hatte nicht die gewünschte Wirkung gezeigt: Der Kurs des Euro ist auf den tiefsten Stand seit vier Jahren abgerutscht.

Zeitweise war die Gemeinschaftswährung Montagfrüh zu 1,2237 Dollar zu haben und damit drei Cent günstiger als noch im Handelsverlauf am Freitag. "Es hat den Anschein, als würden die Finanzmärkte den Politikern in Europa nicht die Zeit geben, halbwegs in Ruhe neue Spielregeln für die Mitgliedsländer der Währungsunion aufzustellen", erklärte UniCredit-Rentenstratege Kornelius Purps. Hauptgrund für den Ausverkauf der Gemeinschaftswährung blieb die Verunsicherung über die langfristigen Folgen der europäischen Schuldenkrise. Viele Investoren befürchten, dass die rigiden Einsparungen einiger Staaten den wackligen Aufschwung innerhalb der Währungsunion abwürgen könnten.

Schweiz ist kein Sündenbock
Der österreichische Finanzminister Pröll hat sich entschieden gegen den Vorschlag seitens der SPÖ ausgesprochen, die Schweiz in den Euro-Rettungsschirm einzuspannen. Die Schweiz zahle bereits derzeit über den Internationalen Währungsfonds (IWF) doppelt so viel wie Österreich, und man sollte "nicht einseitig versuchen, die Schuld auf andere abzuwälzen".

"Daran ist die Welt 1930 gescheitert, dass ein Nachbarstaat den anderen bezichtigt hat, dass man die Herausforderungen nicht gemeinsam angegangen ist, sondern immer Schuldige gesucht hat", sagte Pröll. Man dürfe nicht die Verantwortung abschieben. "Klar ist, die Schweiz muss ihren Anteil liefern und sie tut das auch mit dem IWF und das, was sie mit den Banken getan hat".

Schärfere Regeln für Hedgefonds
Am Dienstag wollen sich die Finanzminister aller 27 EU-Staaten noch einmal in Brüssel treffen. Sie wollen sich über schärfere Regeln für Hedgefonds einig werden. Erstmals wird im Kreis der Finanzminister auch der Vorschlag der EU-Kommission behandelt, frühzeitig in die nationalen Budgets einzugreifen und den Euro-Stabilitätspakt durch mehr Kontrollen und Sanktionen zu verschärfen. Eine Debatte dazu sei nicht vorgesehen, am Freitag soll erstmals eine Taskforce der EU-Finanzminister mit Ratspräsident Van Rompuy darüber beraten. Österreich ist durch Finanzminister Pröll vertreten. (apa/red)

18.5.2010 12:42
mundl66, 17. 05. '10 19:04
so is es
Liebe Grüße vun Hrn. George Soros aus Amerika.

Unsare Europäischen Wappler rennan im Kreis und wissn net was los is ;-)

Jeda Dillo was scho woher des kummt!

San de so deppat oda stön si de nur so?
founder, 17. 05. '10 18:13
Schwere EU Krise erst für 2013 voraus gesagt
Also ich habe letzten August doch eine schwere Krise der EU erst in dern nächsten Ölkrise prognostiziert.

Wenn es fürher Probleme gibt passt mir das gar nicht. Möchte ja nicht als falscher Prophet dastehen ;-)

http://politik.pege.org/2009-d/liste.htm
fiore696, 17. 05. '10 17:40
raus aus dem Euro !
Sofort wieder die Schillingwährung und Stabilität und Sicherheit der Österreicher. Für wen arbeiten die Politiker ??? Es ist wie in einer Diktatur bei uns.
maultier, 17. 05. '10 20:43
Re: raus aus dem Euro !
je früher desto besser (billiger für uns.ALLE Politiker die uns vor Jahren die EU sowie den EURO wieder besseren
Wissens in´s Auge gedrückt haben und brustschwache Länder (Finanzgangster) mit Hofknicks und roten Teppich
in`s Boot gehohlt haben sind die selbe Brut.Nach ihrer politischen Tätigkeit gehen sie gut gepolstert in Pension oder werden in der Privatwirtschaft (Freunderlseilschaft)nachträglich gelöhnt.Wir und unsere Jugend müssen die Milliardenschulden bezahlen.Gegen euch ihr Politiker ist der ELSNER noch ein weißes Tauberl........
Freak40, 17. 05. '10 17:40
EU Versager
die Versager sind selbst Schuld an den Bränden,jetzt wollen sie Feuer mit Feuer bekämpfen.