Chefs können vor dem Absturz retten: Bei
Hilfe erleiden Mitarbeiter seltener Burn-Out
- Studie untermauert Notwendigkeit von Unterstützung
- Mitarbeiter erkranken bei Chef-Hilfe deutlich seltener

·Depression, Burn-Out
& Alkohol nehmen zu
Psycho-Probleme sorgen
für mehr Krankenstand
·Stickige Luft und
nervende Kollegen
Großraumbüros machen
krank und unglücklich
·Wie man schnell wieder Arbeit findet
AMS-Expertin: "Informelle
Netzwerke" sind wichtig
·Internet erobert
den Arbeitsmarkt
Wer gut vernetzt ist,
hat die Nase vorn
Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter bei der Arbeit unterstützen, sinkt das Burnout-Risiko in Unternehmen neuen Untersuchungen zufolge erheblich. Steige die Unterstützung beispielsweise um 20 Prozent, führe dies zu einem Rückgang der Burnout bedingten Erkrankungen um zehn Prozent, teilte die Gütersloher Bertelsmann Stiftung unter Berufung auf eine gemeinsame Studie mit dem Schweizer Institut "sciencetransfer" mit.
Als Unterstützung werteten die Forscher neben Arbeitsmitteln, Tipps und Arbeitsentlastung auch Zuspruch, Trost, Motivation und einfaches Zuhören. Sie forderten daher, sozial unterstützendes Verhalten müsse zu einer ständigen Führungsaufgabe werden. Nur so könne es den Unternehmen gelingen, qualifizierte Fachkräfte zu halten und wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.
Durch arbeitsbedingte psychische Belastungen entstehen den Angaben zufolge in Deutschland jährlich volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Jeweils rund die Hälfte entfallen dabei auf Behandlungskosten und Produktionsausfälle.
Für die Studie hatten die Forscher zwischen 2006 und 2009 jährlich 120 Teilnehmer befragt. Die Teilnehmer waren den Angaben zufolge durchschnittlich 39 Jahre alt, zwei Drittel von ihnen waren Männer.
(apa/red)
